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Portalbearbeitung In allen Größen bei gleicher Qualität liefern können

| Autor / Redakteur: Heinrich Junghanns / Mag. Victoria Sonnenberg

Hochgeschwindigkeits-Portalbearbeitungszentren sollten hochsteif, genau und dynamisch sein. Wenn das Preis-Leistungsverhältnis und die Kompaktheit auch noch stimmt, werden sie insbesondere für mittelständische Werkzeug- und Formenbauer interessant.

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Mit der H16 ist das Unternehmen in der Lage, alle Werkstücke wie beispielsweise Formplatten, die sie im Handel erhalten oder selber bauen, bearbeiten zu können.
Mit der H16 ist das Unternehmen in der Lage, alle Werkstücke wie beispielsweise Formplatten, die sie im Handel erhalten oder selber bauen, bearbeiten zu können.
(Bild: Hurco)

Als Frank Brinkmann sich für eine H16 von Takumi entschied, hatte er die Maschine noch nicht einmal gesehen. Dem Inhaber und Geschäftsführer der Brinkmann Formenbau GmbH genügte eine Empfehlung seines langjährigen Kundenberaters der Hurco GmbH Werkzeugmaschinen. Takumi gehört seit 2015 zur Hurco-Gruppe. „Wir waren auf der Suche nach einem Bearbeitungszentrum, mit dem wir auch unsere größeren Werkzeuge in einem Stück bearbeiten können“, erklärt der Unternehmer. „Die H16 war mit ihren 22 t Nettogewicht das, was die Bodenbelastbarkeit unserer Halle gerade noch erlaubt.“ Das Formenbauunternehmen im niedersächsischen Mühlen entwickelt und fertigt oder beschafft Qualitätswerkzeuge hauptsächlich für Spritzgussbauteile, aber Druckguss-, Schäum- und Gießwerkzeuge ergänzen das Portfolio. Angefangen von der Artikelentwicklung über den Prototypenbau bis hin zur Konstruktion und Realisierung kompletter Prozessketten bedient der Generalist Kunden aus mehr als 40 Branchen.

Bearbeitungszentrum bringt mehr Flexibilität in die Fertigung

Die Takumi H16 ist das erste Bearbeitungszentrum dieser Größe im Portfolio von Brinkmann Formenbau. Auf den 1600 m² Produktionsfläche laufen rund 30 Maschinen, die Hälfte davon sind Fräsbearbeitungszentren. „Mit der H16 haben wir uns mehr Flexibilität ins Haus geholt. Wir sind jetzt in der Lage, alle Werkstücke wie beispielsweise Formplatten, die wir im Handel erhalten oder selber bauen, bearbeiten zu können“, erklärt Brinkmann und veranschaulicht: „Ich kann dem Kunden doch nicht eine Spritzgussform in der Größe von 1,40 m × 1,80 m verkaufen, und dann bin ich nicht in der Lage, sie selbst zu bearbeiten.“ Auch Dennis Pieper, Projektleiter und Assistent der Geschäftsleitung, sieht im Portalbearbeitungszentrum aus der H-Serie von Takumi eine gute Ergänzung für den Maschinenpark. Er sagt: „In der Größenordnung war für uns das Preis-Leistungsverhältnis entscheidend. Es ist eine solide und robuste Maschine, die in der hohen Präzision fräst, die wir benötigen. Auch bei kleinen Einsätzen hält die Takumi trotz ihrer Größe die erforderliche Genauigkeit.“

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Die H16 beansprucht mit ihrer kompakten, platzsparenden Bauweise eine maximale Aufstellfläche von rund 30 m². Daran gemessen ist der Arbeitsraum enorm: Die Verfahrwege auf der X-Achse betragen 1600 mm und auf der Y-Achse 1300 mm, der mögliche Abstand zwischen Tisch und Hochgeschwindigkeitsspindel liegt zwischen 150 bis 850 mm.

Erheblich verkürzte Fertigungszeit

Der größte Einflussfaktor auf die Qualität einer Spritzgussform ist die Konstruktion. Die Werkzeuge müssen dabei nicht nur so ausgelegt werden, dass alle Anforderungen der Spritzgussteile erfüllt sind, sondern sie sollten auch fertigungstechnisch am einfachsten umzusetzen sein. „In der Vergangenheit haben wir unsere formgebenden Komponenten vorzugsweise durch Erodieren hergestellt, mittlerweile fräsen wir so viel wie möglich. In diesem Bereich können Maschinen heute viel mehr leisten, sie sind deutlich präziser und schneller geworden. Damit verkürzt sich die Fertigungszeit erheblich. Je größer die zu bearbeitenden Teile, umso relevanter wird die Zeitersparnis durch eine Fräsbearbeitung“, so Pieper.

„Die Zuverlässigkeit der Maschinen spielt für uns eine große Rolle, speziell bei den Langläufern. Große Teile werden auf der Takumi bis zu einer Woche ohne Unterbrechung bearbeitet“, erzählt Brinkmann. „Oder wir nutzen das Wochenende und bauen auf der großen Tischfläche verschiedene kleine Arbeiten auf, um sie dann in einem Durchgang abarbeiten zu lassen. Damit ersparen wir uns Rüstvorgänge und viel Zeit. Wenn da ein Aussetzer passieren würde, verschiebt sich die komplette Produktionsplanung. Mit der Takumi geht das problemlos“, ergänzt er.

Die Bearbeitungszentren von Takumi sind schnell, genau und erzielen eine hohe Oberflächengüte. Das wird durch die sehr gute Mess- und Steuerungssensorik sowie eine elektrische Temperaturkompensation erreicht. Zur Standardausstattung gehört eine Heidenhain-Steuerung, die Dialog-, Parallel- und freie Konturprogrammierung sowie ISO-NC-Programmierung erlaubt. „Im Werkzeug- und Formenbau setzen wir überwiegend auf eine CNC-gesteuerte 3-Achs-Bearbeitung, dafür ist die Heidenhain-Steuerung gut geeignet“, so Brinkmann weiter und führt weiter aus: „Als ich vor 17 Jahren gründete, hatte ich noch keinen Mitarbeiter, der programmieren konnte, deshalb waren meine ersten Maschinen dialoggesteuerte von Hurco. Heute haben wir fünf verschiedene Steuerungen im Maschinenpark, selbstverständlich auch Heidenhain.“

Werkzeugmacher diskutieren bei Anschaffungen mit

„Unser Maschinenpark wird kontinuierlich erweitert und modernisiert, dabei diskutieren die Werkzeugmacher, die an der Maschine stehen, mit“, erzählt er. Beim Kauf der Takumi habe er nicht lange überlegen müssen. Besser einmal zu schnell entscheiden, als einmal zu langsam, ist das Credo des Unternehmers. Rentabilitätsberechnungen für einzelne Maschinen hält Frank Brinkmann in den meisten Fällen für nicht erforderlich. Stattdessen rechnet er mit einer Mischkalkulation über das gesamte Portfolio.

In der Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Kunden sieht Frank Brinkmann einen großen Wettbewerbsvorteil seines Unternehmens. So übernimmt der Formenbauer auch die Wartung und Instandhaltung der hergestellten Werkzeuge. Von dem Angebot machen viele Produzenten Gebrauch: Etwa 50 % der 200 bis 250 Werkzeuge im Jahr kehren mit Änderungs- oder Wartungswünschen zurück. „Wir haben Arbeit ohne Ende“, sagt Frank Brinkmann. Über den Kauf einer weiteren, vielleicht sogar größeren Takumi denkt er deshalb bereits nach.

* Heinrich Junghanns ist freier Journalist bei Media Contor – Agentur für Kommunikation in 22765 Hamburg, Tel. (0 40) 30 06 96 20, presse@mediacontor.de

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