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Hannover Messe 2019

In der Königsdisziplin müssen Roboter ran

| Redakteur: Nadine Schweitzer

Nach der Montage kennzeichnen Etikettendruckspender die Bauteile eindeutig. Dadurch lassen sich im Rahmen vollautomatisierter Produktionsprozesse hohe Qualitätsanforderungen erfüllen.
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Nach der Montage kennzeichnen Etikettendruckspender die Bauteile eindeutig. Dadurch lassen sich im Rahmen vollautomatisierter Produktionsprozesse hohe Qualitätsanforderungen erfüllen. (Bild: Bluhm Systeme (Creativ Picture))

Moderne Kennzeichnungssysteme gewährleisten mithilfe spezieller Softwarelösungen die zur Etablierung automatisierter Prozesse unerlässliche Datensammlung und -analyse.

Die Hannover Messe demonstriert in diesem Jahr unter dem Leitthema „Integrated Industry – Industrial Intelligence“, wie im Zusammenspiel von Automatisierungs- und Energietechnik, Intralogistik, IT-Plattformen und künstlicher Intelligenz die digitale Transformation der Industrie vorankommen und gelingen kann. Dabei geraten Funktionen und Entwicklungsschritte vom maschinellen Lernen bis zur Realisierung vollständig automatisierter Produktionsprozesse im Blick.

Im diesem technologischen Umfeld müssen Kennzeichnungstechnologien wesentliche Aufgaben übernehmen, betont die Bluhm Systeme GmbH, ein bedeutender Akteur auf diesem Gebiet. Die Systeme des Hauses stellen nicht nur die für das Kennzeichnen erforderlichen Druck- und Etikettiertechniken zur Verfügung, sie gewährleisten mithilfe spezieller Softwarelösungen auch die zur Etablierung automatisierter Prozesse unerlässliche Datensammlung und -analyse. Die aktuellen Hard- und Softwaresysteme sind in der Halle 17, Stand C40, zu sehen.

Auch über bereits bewährte Anwendungen informiert das Unternehmen. Der Automobilzulieferer Benteler nutzt zum Beispiel Bluhm-Etikettendruckspender vom Typ Legi-Air 4050 zur vollautomatischen Bauteilmontage. Dabei werden an jeder Montagestation RFID-Tags an den Paletten ausgelesen, die Bauteile transportieren. Nach der auftragsentsprechenden Montage kennzeichnen die Etikettendruckspender die Bauteile eindeutig mit Benteler-ID, Sequenznummer, Stellplatznummer und Produktionslinie. Dadurch lassen sich im Rahmen vollautomatisierter Produktionsprozesse hohe Qualitätsanforderungen erfüllen.

Da Kennzeichnungstechnik zumeist an neuralgischen Stellen in der Produktion sitzt, kann sie mit Hilfe der Software Bluhmware relevante Produktionskennzahlen erfassen, sammeln und auswerten. Daten zur Produktionszeit, Produktionsgeschwindigkeit, Anlagenleistung und zu den Stillstandszeiten werden zum Beispiel über den Signalaustausch mit der Fördertechnik ermittelt. Auf der Basis der gesammelten Daten errechnet die Software optimale Anlagengeschwindigkeiten und ideale Produktionsabfolgen. Dabei sei maschinelles Lernen möglich, heißt es.

Die Datensammlung kann auch über Bar- und Datamatrixcodes oder RFID-Tags erfolgen, die von Etikettieranlagen oder Drucksystemen angebracht wurden. Bluhm Systeme bietet solche Anlagen für verschiedene Automatisierungsstufen an: von halbautomatischen Einstiegssystemen bis zu Roboterlösungen.

Ein Beispiel dafür ist Legi-Air 2050 Linerless: ein kostengünstiges System für das Etikettieren kleiner Losgrößen mit unterschiedlichen Etikettenformaten. Es kann Etiketten ohne Trägerpapier mit Informationen bedrucken und unmittelbar danach automatisch per Cutter abschneiden.

Zur vollautomatischen Produktkennzeichnung mit individuellen Farbetiketten in höchster Druckqualität eignet sich das System Geset 121 Epson, das aus einem Alpha-HSM-Etikettenspender und einem Epson-Farbetikettendrucker besteht. Auch dieses System ist auf der Hannover Messe zu sehen.

In der Königsdisziplin bei der Automatisierung des Kennzeichnungsprozesses müssen Roboter ran. Meistens werden dabei Knickarmroboter wie der in Hannover vorgestellte Robo-Ken von Bluhm verwendet, deren Bewegungen frei programmierbar sind.

Bluhm Systeme GmbH auf der Hannover Messe, Halle 17, Stand C40.

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