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EMO 2013

Inder im Wartezimmer

EMO 2013: Bollytech

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Hoher Ölpreis, steigende Inflation und der Abzug ausländischen Kapitals schwächen die Wirtschaft in Indien. Der Musterschüler muss Federn lassen. Die Maschinenbauer geben sich aber optimistisch. Der Zweifel ist das Wartezimmer der Erkenntnis. Der indische Aphorismus trifft momentan auch auf die Ökonomie des Subkontinents zu. Ausländische Investoren zweifeln gegenwärtig an der Stärke Indiens.

Auf der EMO Hannover 2013 präsentieren sich zahlreiche indische Aussteller und wollen den Zweifel vergessen machen. Gute Stimmung ist das Ziel der Delegationen. Im Gespräch mit MM Maschinenmarkt bestätigte L. Krishnan, Präsident der Indian Machine Tool Manufacturers' Association (IMTMA), eine Schwächephase des Wirtschaftswachstums. Gegenwärtig rechne man mit 5 bis 6 % Wachstum, so Krishnan, dessen Verband ein Pendant des VDW ist.

Den Ölpreis (Indien importiert 80 % seines Verbrauchs) und die Währungsschwankungen machen viele Firmen für den Rückgang verantwortlich. Krishnan rechnet damit, dass in etwa sechs Monaten die Wirtschaft wieder auf den alten Wachtumspfad zurückkehrt.

Ghanshyam Agrawal von Liebherr Indien wollte keine Prognose abgeben. Dies sei wie der Blick in die Glaskugel, so der Manager. Nichtsdestotrotz seien deutsche Maschinen weiterhin in Indien gefragt.

T.K. Ramesh von Ace Micromatic rechnet mit einer Rückkehr auf den Wachstumspfad in einem Jahr. Die indischen Maschinenbauer fokussieren vor allem die Märkte in Europa, Deutschland, Frankreich, China sowie ihren Heimatmarkt.