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Heidenhain

Induktive Drehgeber für den Einsatz in Kunststoff-Spritzgießmaschinen

| Redakteur: Udo Schnell

Entwickelt für den Einsatz in Kunststoff-Spritzgießmaschinen: induktive Heidenhain-Drehgeber der Baureihen ECI/EBI/EQI 1100 (rechts), ECI/EQI 1300 (Mitte) und ECI/EBI 100 (links).
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Entwickelt für den Einsatz in Kunststoff-Spritzgießmaschinen: induktive Heidenhain-Drehgeber der Baureihen ECI/EBI/EQI 1100 (rechts), ECI/EQI 1300 (Mitte) und ECI/EBI 100 (links). (Bild: Heidenhain)

Heidenhain hat mit den Baureihen ECI/EBI/EQI 1100, ECI/EQI 1300 und ECI/EBI 100 induktive Drehgeber für den für den Einsatz in der Kunststoffverarbeitung entwickelt. Sie sind für Spritzgießmaschinen geeignet, die über eine hybride oder sogar vollelektrische Antriebstechnik verfügen.

Messtechnik – us. In Spritzgießmaschinen übernehmen leistungsstarke elektrische Antriebe das Schließen der Form sowie das Dosieren, Einspritzen und Auswerfen ebenso wie die Betätigung der oftmals gekoppelten Entnahme-Roboter. Ziel ist eine permanente Durchsatzsteigerung, um die Produktivität der zyklusgesteuerten Spritzgießmaschinen weiter zu erhöhen. Die induktiven Drehgeber werden dabei als robustes Feedbacksystem für die dynamische Antriebsregelung eingesetzt.

Die Drehgeber stehen, wie Heidenhain mitteilt, für kleine (1100) oder große (1300) Achshöhen in Servomotoren ebenso wie für Hohlwellenapplikationen (100) zur Verfügung. Außerdem stehen Singleturn-Drehgeber (ECI) und getriebebasierende (EQI) oder batteriegepufferte Multiturn-Drehgeber (EBI) zur Wahl. Die Geräte weisen eine Auflösung von 524.288 Positionen pro Umdrehung auf. Eine Ausnahme bildet nur der EBI 1100 mit einer Auflösung von 262.144 Positionen pro Umdrehung. Der Messbereich der getriebebasierenden Multiturn-Drehgeber liegt bei 4096 Umdrehungen, der Messbereich der batteriegepufferten Drehgeber bei 65.536 Umdrehungen.

Schnittstelle für die schnelle Datenübertragung

Alle Baureihen übertragen die Daten über die weit im Markt verbreitete rein serielle EnDat 2.2-Schnittstelle. Sie steht, wie Heidenhain mitteilt, für EMV-sichere und schnelle Datenübertragung. Damit erfüllt sie höchste Ansprüche an die Regeldynamik.

Wie Heidenhain weiter ausführt, zeichnen sich die die induktiven Geräte durch einen hohen Arbeitstemperaturbereich bis 115 °C und ihre Robustheit aus. Das induktive Abtastprinzip ermögliche den Verzicht auf eine Rotorlagerung im Drehgeber und entkoppele somit die Motorwelle vom Drehgeberstator. Mechanische Belastungen auf der Motorwelle werden nicht an den Drehgeberstator weitergegeben. Trotz des lagerlosen Aufbaus können die induktiven Geräte bei Betriebs- und Montagetoleranzen mit gelagerten Geräten konkurrieren, heißt es weiter. Für Antriebsachsen mit hohen Vibrationswerten auf den Motorgehäusen stehen Drehgeberausführungen mit einer Vibrationsbelastbarkeit von bis zu 400 m/s2 nach EN 60068-2-6 zur Verfügung.

Speicher für die automatische Inbetriebnahme

Alle Drehgeber sind den Angaben zufolge mit einem internen Temperatursensor, elektronischem Typenschild und EEPROM-Speicher zur Implementierung einer automatischen Inbetriebnahme ausgestattet. Darüber hinaus sind je nach Baureihe weitere Leistungsmerkmale verfügbar. Dazu gehören die Unterstützung von funktional sicheren Antriebsachsen, die Auswertung eines externen Temperatursensors sowie Diagnoseparameter. Die damit mögliche Überwachung des Betriebszustands unterstützt Strategien für eine vorausschauende Wartung einzelner Antriebsachsen.

Ein weiterer Vorteil der Drehgeber ist laut Heidenhain ihre konzeptionelle Durchgängigkeit. Sie sei ein Schlüssel für eine an Produktivität und Verfügbarkeit orientierte Spritzgießmaschinen-Technik. So könne bei entsprechender Auslegung der Motormechanik zwischen den induktiven Drehgebern und den optisch abgetasteten Drehgebern der Baureihen ECN/EQN 1100 beziehungsweise ECN/EQN 1300 Anbaukompatibilität hergestellt werden.

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