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Hannover-Messe 2015 Industrie 4.0 greifbar machen

| Autor: Stefanie Michel

Auch die Antriebs- und Fluidtechnik lebt Industrie 4.0 – mit Erfolg. Vernetzte Produkte und Lösungen waren der Besuchermagnet auf der MDA.

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Die MDA ist für zahlreiche Kunden aus der Antriebs- und Fluidtechnik ein großer Anziehungspunkt und scheint deshalb noch erfolgreicher als 2013 zu verlaufen.
Die MDA ist für zahlreiche Kunden aus der Antriebs- und Fluidtechnik ein großer Anziehungspunkt und scheint deshalb noch erfolgreicher als 2013 zu verlaufen.
(Bild: Stefanie Michel)

Mit den Schwerpunkten Industrie 4.0 und Condition Monitoring hat die Leitmesse Motion, Drive & Automation (MDA) den Nerv der Besucher getroffen. Ohne bereits konkrete Zahlen nennen zu können, zeigten sich die Deutsche Messe und Robert Schullan, Vorsitzender des MDA-Präsidiums sowie Mitglied des Vorstands von Schaeffler, sehr zufrieden und erwarten mehr Besucher als 2013. Robert Schullan: „Wichtig ist uns immer, auch die Zahl der internationalen Besucher zu steigern. Das ist uns in diesem Jahr gelungen.“

Für Schullan gibt es dafür auch einen Grund: „Wir zeigen hier konkrete, umsetzbare Lösungen, und das kommt gut an.“ Das zeigt sich nicht nur am Schaeffler-Messestand, wo im Lager integrierte Sensorik zur Zustandsüberwachung beziehungsweise zur vorausschauenden Wartung genutzt werden kann. Ähnliches bietet SKF mit seiner Lösung für das Lagerzustandsmanagement, das in Echtzeit Messdaten über das Internet zur Verfügung stellt. Auch der Kupplungs- und Bremsenhersteller Mayr Antriebstechnik schafft Voraussetzungen für vernetzte Maschinen und zeigt mit einem neuen Bremsmoment-Steuermodul, wie Bewegungen mit einer Federdruckbremse intelligent gebremst werden. „Die Beispiele auf der MDA waren für den Kunden sehr greifbar – vielleicht greifbarer als die vernetzte Produktion“, so Schullan.

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Für Industrie 4.0 politische Aufmerksamkeit erhalten

Auch strategisch gesehen war es wichtig, das Thema Industrie 4.0 auf der MDA innerhalb der Hannover-Messe so hervorzuheben, erklärt Schullan weiter. Für die Aussteller der Antriebs- und Fluidtechnik sei diese Messe wichtig, um für das Thema eine politische Aufmerksamkeit zu erhalten, die sonst nicht möglich ist. Zudem war spürbar, wie sich die Idee einer vernetzten Produktion nicht nur in Produkten widerspiegelt sondern auch im Zusammengehörigkeitsgefühl von zahlreichen Vertretern der deutschen Industrie.

Ebenso trug das Partnerland Indien zum Erfolg der MDA bei, denn zahlreiche indische Kunden haben die MDA-Aussteller schon besucht. Zum richtigen Zeitpunkt habe sich Indien auf der Messe in hervorragender Weise präsentiert, so Schullan.

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Über den Autor

 Stefanie Michel

Stefanie Michel

Journalist, MM MaschinenMarkt