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Endress+Hauser Industrie 4.0 treibt Erfindergeist an

| Redakteur: Udo Schnell

Endress+Hauser hat im Jahr 2016 einen Rekord bei den Patentanmeldungen erreicht. Die meisten Erstanmeldungen erfolgten im Bereich der Füllstands-, Durchfluss- und Analysenmesstechnik. Richtig sei es gewesen, in den USA eine eigene Patentabteilung einzurichten, so das Unternehmen.

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Endress+Hauser hat die Erfinderinnen und Erfinder des Unternehmens beim Innovatorentreffen im badischen Merzhausen geehrt. Mehr als 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im vergangenen Jahr in Patentanmeldungen einbezogen waren, kamen zu dem Event.
Endress+Hauser hat die Erfinderinnen und Erfinder des Unternehmens beim Innovatorentreffen im badischen Merzhausen geehrt. Mehr als 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im vergangenen Jahr in Patentanmeldungen einbezogen waren, kamen zu dem Event.
(Bild: Endress+Hauser)

Automatisierung – us. Die Zahl der Patentanmeldungen der Endress+Hauser-Gruppe wächst weiter an: Im Jahr 2016 hat das weltweit tätige Unternehmen nach eigenen Angaben die Rekordzahl von 273 Erstanmeldungen bei den Patentämtern eingereicht. Gut drei Viertel betreffen die Füllstand-, Durchfluss- und Analysemesstechnik, gefolgt von den Bereichen digitale Kommunikation und Gerätediagnose. Auch die Zahl von 382 neuen Erfindungsmeldungen bedeute ein Allzeithoch. „Auf unsere kreativen Mitarbeiter können wir stolz sein. Das Ergebnis ist ein Zeichen für unsere Innovationskraft“, sagt CEO Matthias Altendorf.

Beim Anbieter für Mess- und Automatisierungstechnik hat die Forschung und Entwicklung traditionell einen hohen Stellenwert, heißt es weiter. Dazu gehöre auch die Wertschätzung der Erfinder am Endress+Hauser Innovatorentreffen, bei welchem neue Ideen vorgestellt und herausragende Patente honoriert werden. In diesem Jahr trafen sich über 300 Forscher und Entwickler am 31. März im badischen Merzhausen zum fachlichen und gesellschaftlichen Austausch.

Insgesamt hält Endress+Hauser weltweit über 7000 aktive Schutzrechte. Jede Erfindungsmeldung bei Endress+Hauser werde in einem mehrstufigen internen Verfahren geprüft, bevor sie – meist innerhalb von vier Monaten – einem Patentamt vorgelegt werde. Während die Anerkennungsquote von Patenten weltweit im Durchschnitt bei rund 50 % liege, komme Endress+Hauser in Europa auf eine Zulassung von 63 %, in den USA auf 70 % und in China gar 86 %. In allen drei Weltmärkten sei die Zahl der erteilten Endress+Hauser Patente 2016 um rund 10 % gestiegen.

Der Zuwachs kommt nicht von ungefähr, so das Unternehmen weiter: Rund 7 % des Umsatzes bei Endress+Hauser fließen in den Bereich Forschung und Entwicklung. Ein wichtiger Schwerpunkt sind Themen rund um die Industrie 4.0. „Innovative Produkte, die unseren Kunden echten Mehrwert bieten, sind am Markt unser bestes Argument“, erklärt Dr. Andreas Mayr, Corporate Director Marketing & Technologie.

Schon heute biete Endress+Hauser Geräte an, die sich im Prozess fortlaufend selber überwachen, während die Sensor- und Prozessdaten über Internet-basierte Plattformen verfügbar seien. Aufgrund der nahtlose Integration in die Automations- und IT-Systeme der Kunden ließen sich zum Beispiel Wartungszyklen oder verfahrenstechnische Prozesse nachhaltig optimieren.

Seit 2016 führt Endress+Hauser eine eigene Patentabteilung in den USA, die unter anderem die Innovationen in der Analysetechnik der dort ansässigen Tochterfirmen Spectra-Sensors (Houston, Texas) und Kaiser Optical Systems (Ann Arbor, Michigan) sowie Endress+Hauser Conducta (Anaheim, Kalifornien) vor Nachahmern schützt. „Die USA gehören zu den wichtigsten Märkten von Endress+Hauser mit über 850 Mitarbeitenden“, sagt Angelika Andres, Leiterin der Endress+Hauser Patentrechtsabteilung. „Mit 50 Anmeldungen schon im ersten Jahr hat sich der Schritt über den Atlantik als richtig erwiesen.“

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