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Industrie 4.0

Industrie 4.0: Vom Schlagwort zu Lösungen

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Anhand von Datenanalyse Kundenprobleme lösen

ABB verfolgt den Ansatz, mit dem Kunden zusammen zuerst mögliche Probleme zu identifizieren, dann zu untersuchen ob, zur Lösung der Probleme bereits genügend Daten vorliegen, um schließlich durch die Kopplung des Domänenwissens mit dem Analysenwissen eine wertschöpfende Lösung zu entwickeln. Es muss immer klar sein: Datenbasierte Dienste müssen dem Kunden einen Mehrwert bieten. Und dies alles funktioniert nur mit entsprechender Software. Dr. Martin Krüger, Projektleiter Data Analytics bei ABB: „Die Software wird immer mehr zum Faktor der Differenzierung; die Hardware ist dann Standard.“

Konkrete Beispiele für erste Umsetzungen gibt es bereits, wie Connected Services für Roboter oder den Smart Sensor für Niederspannungsmotoren. Auch die vernetzbare Geräte, internetbasierte Dienste oder eine Cloud sind bereits verfügbar. Aber auch ABB steht vor Hürden und neuen Aufgaben: dazu gehören standardisiere Schnittstellen, einfache Konfigurierbarkeit für „Plug & Produce“ sowie Dienstleistungen rund um die Datenanalyse. Herausforderungen in der Automatisierung sind zudem die Steuerung der Datenflüsse (wer erhält welche Daten?), die Verhinderung von Insellösungen durch Standardisierung, die Sicheurng Stabilität des Produktionssystems und natürlich alle Fragen zur Security.

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Connected Services für Roboter

Remote Service und Dienstleistungen zur Ferndiagnose und zustandsbasieren Fernwartung von Robotern bietet ABB bereits seit 2007 an. Deren Weiterentwicklung sind Connected Services und tragen der Tatsache Rechnung, dass immer mehr „Dinge“ und „Services“ in das IoTSP-Ökosystem integriert werden. Am Roboter werden dabei Daten vorhandener Sensoren, beispielsweise Motorströme, erfasst und an einen ABB-Server übertragen. Darauf basierend kann der Zustand des einzelnen Roboters analysiert und Warnungen vor zu erwartenden Fehlern, beispielsweise durch Verschleiß, generiert werden. Darüber hinaus kann der Kunde über die Webseite My-Robot einen Überblick über seine gesamte installierte Roboterflotte gewinnen und wertvolle Informationen zu den jeweils eingesetzten Robotern bis hin zu Berichten über vorbeugende Instandhaltung und durchgeführte Serviceeinsätze jederzeit und von überall abrufen.

Durch diese Lösungen lassen sich die mittlere störungsfreie Betriebszeit (MTBF) und die mittlere Betriebszeit bis zum Ausfall (MTTF) von Robotern und deren Komponenten verlängern. Die durchschnittlichen Reparaturzeiten sowie die durch Wartungsaktivitäten anfallenden Kosten werden reduziert. Die vorhandene Infrastruktur bietet nun die Möglichkeit, auf Basis der Flottendaten weitere wertschöpfende datenbasierte Dienste zu implementieren, beispielsweise zum Flottenmanagement, zur Verschleißvorhersage (Predictive Maintenance) oder zur Produktionsoptimierung. Daran wird aktueller im ABB-Forschungszentrum Ladenburg gearbeitet.

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Über den Autor

 Stefanie Michel

Stefanie Michel

Journalist, MM MaschinenMarkt