Konjunktur Industrie plant deutlich mehr Investitionen

Redakteur: Stéphane Itasse

Im Jahr 2011 ist wieder mit einem deutlichen Anstieg der Sachanlageinvestitionen im verarbeitenden Gewerbe Westdeutschlands zu rechnen. Nach der Unternehmensbefragung des Ifo-Instituts wollen die Unternehmen 2011 rund 14% mehr für neue Bauten und Ausrüstungsgüter ausgeben als im Vorjahr, wie die Wirtschaftsforscher am Dienstag in München mitteilen.

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Maschinenbauer können sich freuen: Die deutsche Industrie will 2011 deutlich mehr investieren. (Bild: Trumpf)
Maschinenbauer können sich freuen: Die deutsche Industrie will 2011 deutlich mehr investieren. (Bild: Trumpf)

„Der sich für dieses Jahr abzeichnende Investitionsanstieg ist breit angelegt: Fast alle Branchen haben eine Anhebung ihrer Ausgaben für neue Bauten und Ausrüstungsgüter geplant“, sagte Ifo-Experte Klaus Abberger.

Investitionen vor allem zur Erweiterung geplant

Die Unternehmen wollten in diesem Jahr verstärkt in Erweiterungen investieren. Das geschehe allerdings weniger, um die Kapazitäten zu erhöhen, als vielmehr um die Produktpalette zu ändern oder auszuweiten. An zweiter Stelle stünden Ersatzbeschaffungen.

Rationalisierungsinvestitionen hätten im Laufe der letzten Jahre spürbar an Bedeutung verloren: Nur noch jedes zehnte westdeutsche Industrieunternehmen will in diesem Jahr vorrangig in Rationalisierungsmaßnahmen investieren, wie die Wirtschaftsforscher weiter berichten.

Kleinere Unternehmen haben schneller wieder investiert

Nach den Ergebnissen des Ifo-Investitionstests haben die Unternehmen des westdeutschen verarbeitenden Gewerbes 2010 gut 38 Mrd. Euro in neue Bauten und Ausrüstungsgüter investiert. Damit haben sie ihre Investitionen 2010 gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig – um 1% – erhöht. Das entspreche real einem Anstieg um 2%, da die Preise für Ausrüstungsgüter im vergangenen Jahr abermals leicht gesunken seien.

Diese nur geringe Steigerung der Investitionen sei zu einem erheblichen Teil auf die 2010 noch zurückhaltende Investitionstätigkeit der größeren Unternehmen zurückzuführen. Demgegenüber hätten die kleinen Firmen, die in ihrer Planung flexibler sind, im vergangenen Jahr – beim Anspringen der Konjunktur – ihre Investitionen spürbar erhöht.

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