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Hannover-Messe 2008

Industrielle Fertigung im Application Park der Hannover-Messe erleben

02.04.2008 | Autor / Redakteur: Alexander Strutzke / Alexander Strutzke

Im Application Park wird von 75 Ausstellern die automatisierte, industrielle Fertigung live demonstriert. Bild: Deutsche Messe
Im Application Park wird von 75 Ausstellern die automatisierte, industrielle Fertigung live demonstriert. Bild: Deutsche Messe

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Zehn internationale Leitmessen bilden zusammen die Hannover-Messe 2008, die vom 21. bis zum 25. April stattfindet. Drei davon beschäftigen sich auf rund 60 000 m² intensiv mit dem Thema Automatisierung. Ein Highlight ist der Application Park, in dem 75 Aussteller die automatisierte, industrielle Fertigung live demonstrieren.

Mit dem Thema industrielle Automation befassen sich in diesem Jahr drei internationale Leitmessen während der Hannover-Messe. Die Factory Automation zeigt in den Hallen 8, 9, 11 und 14 bis 17 alle Aspekte vernetzter Automationslösungen, elektrischer Antriebstechnik und Innovationen aus Maschinenbau und Robotik.

Halle 25 widmet sich außerdem ganz den mobilen Robotern und autonomen Systemen. Dort wird auch zum zweiten Mal der Robocup German Open ausgetragen, eine Veranstaltung, die zunächst bis 2011 während der Hannover-Messe stattfinden soll.

Die Interkama hat in den Hallen 7 bis 9 und 11 die Prozessautomatisierung zum Thema. Zielgruppe ist vor allem die verfahrenstechnische Industrie. Die dritte Leitmesse Industrial Building Automation zeigt in den Hallen 11 und 14 Lösungen für die vernetzten Systeme der Gebäude- und Produktionsraumautomatisierung.

„Durch die konsequente Vernetzung der Automationsthemen mit den verschiedenen Leitmessen ist die Hannover-Messe die größte internationale Plattform und Trendsetter für industrielle Prozesse und neue Technologien“, sagt Sepp Heckmann, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Messe AG.

Breites Angebot an Maschinen, Anlagen und Software

Dr. Ralph Wiechers, Chefvolkswirt des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), erläutert die herausragende Stellung der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer: „Weltweit fragen Investoren nach hochwertigen Investitionsgütern, und wir sind Weltmarktführer. Kein anderes Land hat eine so breite Palette von Maschinen, Anlagen und Softwarelösungen anzubieten.“

Ein Highlight der Automatisierungsleitmessen ist in diesem Jahr der Application Park in Halle 17. An dem Gemeinschaftsprojekt von VDMA und der Deutschen Messe beteiligen sich 75 Unternehmen aus den Bereichen Robotik, Automatisierung, Software und Maschinenbau auf insgesamt 3500 m² Ausstellungsfläche.

Der Fokus liegt auf der Praxis. Statt theoretischer Erklärungen gibt es Live-Demonstrationen. „Bei uns können die Besucher durch das Schlüsselloch direkt in die industrielle Fertigung schauen und einen Blick hinter die Kulissen werfen“, erläutert Dr. Carsten Emde, Geschäftsführer der Genossenschaft Open Source Automation Development Lab (OSADL).

Open-Source-Software für Maschinen aller Art

Unter der Schirmherrschaft des OSADL wird modellhaft gezeigt, wie von verschiedenen Herstellern und individuellen Programmierern gemeinsam entwickelte Open-Source-Software in unterschiedlichsten Maschinen zum Einsatz kommen kann.

Maschinenbauer, Automationsanbieter und Softwareentwickler zeigen im Application Park komplette Produktionslösungen. „Wir wollen anhand dieser hautnahen Echtzeit-Demonstration beim Messebesucher einen Aha-Effekt auslösen und mit der neuesten Generation von Maschinen zeigen, dass es das Open-Source-Prinzip erlaubt, Software in bisher nicht gekannter Perfektion und Leistungsfähigkeit herzustellen“, so Dr. Emde. Er betont: „Durch die gemeinsame Herstellung und Nutzung ist diese Software sogar besonders wirtschaftlich.“

Konferenz zu Open-Source-Software in der Industrie

Linux, als eines der bekanntesten Open-Source-Projekte, ist deshalb auch ein zentrales Thema der internationalen Konferenz „Open Source meets Industry“ am 22.April, die ebenfalls vom OSADL organisiert wird. Im Vorfeld dieser Konferenz wird am 21. April Andrew Morton, einer der führenden Linux-Kernel-Entwickler und die „rechte Hand“ des finnischen Linux-Initiators Linus Torvalds, in einer Pressekonferenz aktuelle Fragen im Zusammenhang mit dem Linux-Kernel und dessen Verwendung im industriellen Umfeld beantworten.

Zusammen mit weiteren weltweit bekannten Linux- und Open-Source-Experten, wie Alan Cox, Greg Kroah-Hartmann, Thomas Gleixner und Bruce Perens ist Andrew Morton außerdem der Kongress-Einladung des OSADL gefolgt. Sie alle werden am 22. April über die Open-Source-Idee reden.

„Das zeigt, dass Deutschland im Bereich der Softwareentwicklung längst einen Platz in der Weltspitze eingenommen hat“, sagt Dr. Emde. Und Rainer Glatz, Geschäftsführer des Fachverbands Software im VDMA, fügt hinzu: „Die Stärke der deutschen Branche besteht darin, verschiedene Technologien zu individuellen Lösungen zu kombinieren.“

 

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