Arbeitsschutz Industrieunfälle in der EU sinken

Autor / Redakteur: dpa-afxp / Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Die Zahl der schweren Industrieunfälle mit gefährlichen Stoffen und Chemikalien ist in der Europäischen Union seit der Einführung der Seveso-III-Richtlinie gesunken.

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Seit 2015 die sogenannte Seveso-III-Richtlinie in Kraft getreten ist, verringerte sich trotz wachsender Chemieindustrie die Zahl von Unfällen mit gefährlichen Substanzen. Das geht aus einem veröffentlichten Bericht der EU-Kommission hervor.

Die Richtlinie soll schwere Unfälle mit gefährlichen Stoffen und Chemikalien vermeiden und Schäden für Menschen und Umwelt gering halten. Rund 12 000 Einrichtungen fallen darunter, die solche Stoffe nutzen oder lagern, zum Beispiel in der Chemie und Petrochemie. Die Richtlinie schreibt ihnen zum Beispiel vor, regelmäßig Sicherheitsberichte zu erstellen und Notfallpläne zu entwickeln.

Deutschland hat mit rund 3600 die meisten Industrieeinrichtungen, die unter die Seveso-Richtlinie fallen.

Das Gesetz geht auf einen Unfall bei einem Chemiekonzern nahe der italienischen Gemeinde Seveso 1976 zurück. Hochgiftiges Dioxin wurde mit schwerwiegenden Folgen für die Umwelt und die Gesundheit der Bewohner freigesetzt.

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