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Vergabe von 5G-Mobilfunknetz Industrieverbände fordern flächendeckende 5G-Mobilfunkversorgung

| Redakteur: Alexander Stark

5G ist die zukünftige Enabler-Technologie für die Digitalisierung und damit auch für die Industrie von größter Bedeutung. Damit die Produktionsanlagen hierzulande profitieren, stellen die vier Verbände VCI, VDA, VDMA und ZVEI jetzt weitere Forderungen an die Bundesnetzagentur.

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VCI, VDA, VDMA und ZVEI fordern, dass die Versteigerung der 5G-Lizenzen der gesamten Industrie nutzen muss.
VCI, VDA, VDMA und ZVEI fordern, dass die Versteigerung der 5G-Lizenzen der gesamten Industrie nutzen muss.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Die Industrieverbände erklärten, dass die Industrie auf eine international wettbewerbsfähige digitale Infrastruktur angewiesen sei. Nur so würden Industrie 4.0, die Vernetzung zwischen den Fabriken und innovative Anwendungen, wie vernetztes und automatisiertes Fahren, zu einer Erfolgsgeschichte und sichern Wachstum, Arbeitsplätze und Wohlstand in Deutschland und Europa. Überdies erhöhe sich dadurch die Verkehrssicherheit und der Straßenverkehr würde flüssiger. Dafür benötigten große Unternehmen und insbesondere die mittelständische Industrie ein modernes 5G-Mobilfunknetz, das rasch aufgebaut werden müsse.

Mit der Entscheidung, lokale Frequenzen zur Kommunikation innerhalb von Fabriken zu vergeben, habe die Bundesnetzagentur hier schon wichtige Voraussetzungen geschaffen. Ein weiterer wichtiger Schlüssel seien Versorgungsauflagen. Der Vorschlag der Bundesnetzagentur, die Versorgungsauflagen nur an den Haushalten, an Bahnstrecken, an Autobahnen und Bundesstraßen auszurichten, greift den Verbänden zufolge zu kurz. Der industrielle Mittelstand, der Verkehr und auch die Landwirtschaft, die teils abseits der Ballungszentren liegen, dürften nicht von der digitalen Zukunft abgekoppelt werden. Die Verbände fordern daher eine Ausweitung auch auf Industriestandorte, Verkehrswege und Landwirtschaft – kleine und mittlere Unternehmen inbegriffen.

Entscheidend für Innovation und kosteneffiziente Bereitstellung von Leistungen ist der Wettbewerb um neue Ideen, neue Angebote und günstigere Preise – gerade auf dem Telekommunikationsmarkt, erklärten die Verbände. Damit der Wettbewerb bei 5G stärker in Gang komme, sei eine Diensteanbieterverpflichtung notwendig.

Die Weichen für die Zukunft sollten jetzt gestellt werden, hieß es in der gemeinsamen Erklärung. Im Jahr 2025 laufen die Nutzungsrechte für Frequenzen im Bereich von 800 Megahertz aus. Spätestens dann sei die Zeit für eine flächendeckende 5G-Mobilfunkversorgung reif. Dies müsse die Bundesnetzagentur bei Versteigerungen von 5G- und anderen Lizenzen bereits heute berücksichtigen.

Die Industrieverbände unterstrichen ihre Forderungen damit, dass sie die Interessen von 3 Mio. Industriearbeitsplätzen repräsentieren würden. Deshalb fordern sie die politischen Entscheidungsträger auf, ihre Entscheidung zur 5G-Versteigerung am Interesse der breiten Industrie auszurichten.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Partnerportal Process.

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