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Composites auf der AMB

Informatives Rüstzeug in Sachen moderner Compositebearbeitung

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Die Composite-Aussteller der AMB geben sich die Ehre:

„Die besondere Herausforderung in der Composite-Bearbeitung liegt in der prozesssicheren und wirtschaftlichen Zerspanung, insbesondere dem Bohren sogenannter Stack-Materialien“, erklärt Dr. Peter Müller-Hummel, Leiter des Geschäftsbereichs Unit Aerospace & Composites der Mapal Dr. Kress KG in Aalen. Verbundwerkstoffe, aufgebaut aus Composites und Metall-Werkstoffen wie Titan oder Aluminium, müssten bisher zum Teil noch in mehreren Schritten aufgebohrt werden. „Zukünftig sollen solche Bohrungen in einem Arbeitsgang hergestellt werden.“ Der Trend gehe zu deutlich hochwertigeren, aber langlebigeren Werkzeugen, um so den Preis pro Bohrung zu senken. Ein solches Werkzeug wird mit dem Tritan-Drill im Rahmen der PTW-Sonderschau in Halle 5 zu sehen sein.

Die Taktgeber beim Verbundwerkstoffeinsatz im Blick

Als Schrittmacher bei den Verbundwerkstoffen sieht Martin Heckel, Leiter Produktmanagement bei der LMT Tool Systems GmbH in Oberkochen, die Aerospace- und Automobilindustrie. Je nach Anforderung an das Bauteil fänden unterschiedlichste Leichtbauwerkstoffe wie Titan, Aluminium, CFK, GFK (glasfaserverstärkte Kunststoffe), CFK-Metall-Schichtverbunde und Wabenstrukturen Verwendung, deren prozesssichere Bearbeitung große Herausforderungen stellten. Bei Zerspanungsprozessen müssten sich eine optimale Oberflächenqualität und hohe Toleranzgenauigkeit mit möglichst langen Werkzeugstandzeiten verbinden. So zeigt LMT im L-Bank Forum (Halle 1) den DFC Compression Mill, einen Bohrer mit gegenläufiger Drallsteigung und definiertem Kompressionspunkt.

CFK-Seifenkiste macht Azubis schlauer

Etwas ganz Besonderes hat man sich bei der Paul Horn GmbH, Tübingen, für die AMB einfallen lassen. Um das Thema Verbundwerkstoffe möglichst praxisnah dem eigenen Nachwuchs nahezubringen, bauten die Azubis ein Pedal Car, eine Art moderne Seifenkiste. Chassis und die geteilte Hinterachse bestehen aus CFK. Die Werkzeuge, mit denen die Azubis den Werkstoff bearbeitet haben, befinden sich auf dem Messestand im L-Bank-Forum (Halle 1). Vor allem CVD-Diamant als Schneidstoff spielt dabei eine wichtige Rolle. Er lässt sich nicht nur zum Drehen, sondern auch zum Fräsen von Aluminiumlegierungen, Graphit und mit abrasiven Füllmaterialien verstärkten Kunststoffen einsetzen. Pressesprecher Christian Thiele: „Durch die Kombination der hohen Standzeiten der Diamantwerkzeuge mit der neuen Horn-Spanleitgeometrie auf den CVD-Diamantschneiden, lassen sich die Produktivität um bis zu 35 % steigern und die Bearbeitungskosten um bis zu 80 % senken.“ Außerdem entwickelte Horn verschiedene Schneidplatten mit Wiper-Geometrie für die Hochleistungszerspanung beim Innen- und Außendrehen.

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