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Composites auf der AMB

Informatives Rüstzeug in Sachen moderner Compositebearbeitung

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Italien spielt Maschinen-Know-how aus

Nicht nur die Werkzeughersteller sind gefordert, wenn es um die Bearbeitung faserverstärkter Verbundwerkstoffe geht, auch die Werkzeugmaschinenhersteller müssen sich einiges einfallen lassen. Der italienische Hersteller Jobs S.P.A, Piacenza, verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung mit solchen Maschinen. Die Reihe „Speeder“ ist eine Familie von Fräszentren mit beweglichem Portal und wurde speziell für die Compositebearbeitungen in der Luftfahrt- und Automobilindustrie konzipiert. Antonio Dordoni, Vizepräsident Verkauf, Marketing und Service: „Die Speeder Familie besteht aus zwei Grundversionen ähnlicher Struktur, aber unterschiedlichen Leistungen bis 22 kW und Geschwindigkeiten bis 60 m/min. Diese können an die spezifischen Anforderungen des Kunden angepasst werden.“ Besonders sei es den Entwicklern auf niedrige Betriebskosten und einfache Wartung angekommen. „Wir haben außerdem technische Lösungen gesucht, die dem Ecodesign und der Umweltfreundlichkeit der „Green Vision“ von Jobs entsprechen.“

Automatischer Parameterwechsel bei der CFK-Bearbeitung

Ebenfalls auf die speziellen Anforderungen der Bearbeitung von Verbundwerkstoffen hat sich das Schweizer Unternehmen Otto Suhner mit Deutschland-Niederlassung in Bad Säckingen eingestellt. Zunehmend würden diese im Automobilbau für Autodächer, Karosserieteile, Innenverkleidungen, Schalter und Bedienelemente eingesetzt, so Dieter Herzog, Leiter des Fachbereichs Automation. Gerade diese geschichteten Materialien stellen bei der Zerspanung höchste Ansprüche an die jeweiligen Bohr- und Fräswerkzeuge und an die Bearbeitungsmaschine. Herzog: „Um optimale Bearbeitungsergebnisse zu erzielen, müssen sehr unterschiedliche Schnittparameter verwendet werden. Der Wechsel sollte idealerweise automatisch erfolgen, die Spindeldrehzahl und der Vorschub müssen also bei jedem Übergang in das nächste Material unabhängig voneinander angepasst werden können.“ Suhner entwickelte deshalb speziell für die Flugzeugindustrie handbetriebene zweiachsige CNC-Nietbohrmaschinen, die diese Voraussetzungen erfüllen. Ganz neu sind stationäre Bohreinrichtungen, die sich derzeit in der Testphase befinden.

CFK-Komponenten trotzen Temperaturschwankungen

Weniger auf die Bearbeitung von Verbundwerkstoffen, als vielmehr auf deren Einsatz in Werkzeugmaschinen, hat sich die Xperion Components GmbH & Co. KG in Laudenbach spezialisiert. Sie zeigt auf ihrem Stand im Eingangsbereich Ost, Komponenten aus CFK, die hohen Beschleunigungen ausgesetzt sind. „Geringes Gewicht und die einstellbare, bei Bedarf sehr hohe spezifische Steifigkeit, gepaart mit einer niedrigen, ebenfalls definierbaren Wärmeausdehnung, sind die wertvollen Werkstoffeigenschaften, die CFK gegenüber Stahl bietet und die in signifikante Mehrwerte für den Anwender umgesetzt werden können“, wirbt Geschäftsführer Thomas Henß. So erlaube der X-Girder, ein rechteckiger CFK-Träger mit montierten Führungsschienen in thermostabiler Ausführung, gegenüber Stahl eine 20-fache Geschwindigkeitssteigerung ohne Qualitätsverlust. Das Problem dabei: CFK ist nahezu thermostabil, Stahl dehnt sich unter Wärmeeinwirkung aus.

MM

* Weitere Informationen und Anmeldung: http://maschinenbau.region-stuttgart.de/services/fachmessen/amb/einfuehrung-verbundwerkstoffe-und-praezisionswerkzeuge.html

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