Massivumformung Initiative Massiver Leichtbau lädt zu Tagung ein

Redakteur: Stéphane Itasse

Die Initiative Massiver Leichtbau organisiert vom 31. Mai bis 1. Juni 2016 in Stuttgart die Kundentagung „Massiver Leichtbau in Fahrzeugen 2016 - Potenziale & Lösungen, Werkstoffe & Bauteile“. Im Mövenpick Airport-Hotel berichten Referenten über Ergebnisse aus Forschung und Praxis zu Leichtbauanforderungen der Fahrzeugindustrie in Antriebsstrang und Fahrwerk.

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Ein Beispiel für Leichtbau bei Massivumformteilen ist diese Hohlwelle.
Ein Beispiel für Leichtbau bei Massivumformteilen ist diese Hohlwelle.
(Bild: Fraunhofer-IWU)

Die Tagung knüpft an zwei Studien der Initiative Massiver Leichtbau an, die an der FKA Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen mbH Aachen durchgeführt wurden, wie der Industrieverband Massivumformung weiter mitteilt. Das Konsortium hat zwei Fahrzeugtypen, einen Personenkraftwagen und ein leichtes Nutzfahrzeug, hinsichtlich ihres Leichtbaupotenzials an Antriebsstrang und Fahrwerk analysiert. Schwerpunkt lag auf der Gewichtseinsparung durch Stahlwerkstoffe und Schmiedetechniken.

Das aktuelle Ergebnis der umfangreichen Studie „Phase II Leichtes Nutzfahrzeug bis 3,5 t“: Das Leichtbaupotenzial eines leichten Nutzfahrzeugs bis 3,5 t Gesamtgewicht liegt bei 99 kg, wie es in der Mitteilung heißt. Im Oktober 2015 hat die Initiative Massiver Leichtbau diese Studie präsentiert. In der ersten Phase der Initiative Massiver Leichtbau ermittelten die Ingenieure ein Leichtbaupotenzial von 42 kg bei Antriebsstrang- und Fahrwerksbauteilen eines Mittelklasse-Pkw.

Auf der Tagung sollen Inhalte beider Studien präsentiert und insbesondere die werkstofflichen Potenziale für massivumgeformte Bauteile aufgezeigt werden. Informationen gibt es laut Veranstalter darüber hinaus zu Leichtbau an Getriebe und Automotive-Bauteilen. In Vorträgen erläutern Fachleute die wirtschaftlichen Auswirkungen der Gewichtsvorteile.

Die Veranstaltung folgt auf die erste Kundentagung der Initiative Massiver Leichtbau im November 2014. Diese traf mit rund 200 Teilnehmern auf große Resonanz bei Automobilfirmen und in der Branche, wie es heißt.

„Hochfester Stahl wird herkömmliche Stähle in vielen Bereichen ablösen und seinen Marktanteil in der Automobilindustrie mittelfristig stark steigern. Diesen Zukunftstrend wird die Initiative Massiver Leichtbau aktiv mitgestalten“, sagt Dr. Hans-Willi Raedt, Vice President Advanced Engineering der Hirschvogel Automotive Group und Sprecher der Initiative Massiver Leichtbau. Der Einsatz weiterentwickelter Stähle sowie kürzerer Prozessketten wird daher zusätzlich auch durch fünf geförderte Projekte im Bereich Forschung und Entwicklung in Höhe von mehr als 4 Mio. Euro wissenschaftlich begleitet.

Das detaillierte Tagungsprogramm erscheint im Januar 2016. Anmeldungen sind ab Januar 2016 möglich unter http://www.massiverleichtbau.de/kundentagung/informationen/.

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