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VDW

Inlandsnachfrage treibt Werkzeugmaschinenbau voran

| Redakteur: Stéphane Itasse

Deutsche Werkzeugmaschinen sind derzeit vor allem im Inland gefragt, die ausländischen Märkte zeigen sich meist schwach.
Deutsche Werkzeugmaschinen sind derzeit vor allem im Inland gefragt, die ausländischen Märkte zeigen sich meist schwach. (Bild: MAG)

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Entgegen dem allgemeinen Maschinenbau-Trend geht es für die deutschen Werkzeugmaschinenbauer aufwärts: Im zweiten Quartal 2014 stieg der Auftragseingang im Vergleich zum zweiten Quartal 2013 um 1 %, wie der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. (VDW) am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilt.

Die Inlandsbestellungen lagen 16 % über Vorjahr, die Auslandsbestellungen hingegen fielen 7 % niedriger aus. Für das erste Halbjahr 2014 notiere der Auftragseingang insgesamt 6 % über Vorjahr. Die Inlandsbestellungen hätten um 18 % zugelegt, die Auslandsnachfrage 1 % verloren.

Ausländische Werkzeugmaschinenkäufer zögern angesichts politischer Krisen

„Deutsche Werkzeugmaschinen waren im ersten Halbjahr nach wie vor gefragt“, kommentiert VDW-Geschäftsführer Dr. Wilfried Schäfer das Ergebnis. Insbesondere die Nachfrage inländischer Kunden habe sich spürbar belebt, die Auslandsnachfrage hingegen sei ins Minus gerutscht. „Die allgemeine Verunsicherung aufgrund zahlreicher Krisenherde lässt ausländische Abnehmer bei Neuinvestitionen zögern“, sagt Schäfer. Das zeige sich speziell im zweiten Quartal in Abstrichen bei den Werkzeugmaschinenbestellungen aus den Nicht-Euro-Ländern. Im Euro-Raum hingegen gehe es mit 13 % Plus wieder aufwärts.

Der Umsatz schloss im ersten Halbjahr mit einer schwarzen Null, wie es heißt. „Für die Produktion halten wir dennoch am prognostizierten Zuwachs von 3 % im laufenden Jahr fest“, bekräftigt der VDW-Geschäftsführer. Allerdings sei dieses Ergebnis ambitioniert und setze eine erneute Nachfragebelebung aus dem Ausland voraus.

Absatzrückgang in Russland schmerzt deutsche Werkzeugmaschinenbauer besonders

Im ersten Halbjahr 2014 habe sich der Absatz zugunsten des deutschen Marktes verschoben, analog zur Entwicklung des Auftragseingangs. Die Exporte hingegen zeigten Bremsspuren. Ursache sei unter anderem der Lieferrückgang nach China, Südkorea und Indien. „Das Geschäft mit Asien läuft zäher als erhofft“, sagt Schäfer. Dennoch würden internationale Industrieproduktion und Investitionen 2014 an Dynamik zulegen. Zugpferd für die Nachfrageerholung bei den deutschen Herstellern blieben die USA, Europa stehe in Summe für Stagnation. Hier schmerze der Rückgang der russischen Nachfrage die Anbieter besonders.

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