Forschungspakt Innovationen vom Kopf auf die Füße stellen

Autor / Redakteur: Lothar Lochmaier / Jürgen Schreier

Um das Know-how aus der Wissenschaft rasch für den Standort Deutschland nutzbar zu machen, gründeten Bund und Länder im Jahr 2005 den Pakt für Forschung und Innovation. Darin versammelt sind bedeutende außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. In Berlin zogen die Partner nun Zwischenbilanz.

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Mit einem Fingerzeig leitet der Qualitätsprüfer den Fehler im Lack an das Prüfsystem weiter. Innovationen wie diese sollen möglichst schnell von der Forschung in die Praxis gelangen.
Mit einem Fingerzeig leitet der Qualitätsprüfer den Fehler im Lack an das Prüfsystem weiter. Innovationen wie diese sollen möglichst schnell von der Forschung in die Praxis gelangen.
(Bild: Fraunhofer-IOSB)

Ein Paradebeispiel für die gelungene Umsetzung von wissenschaftlichen Erkenntnissen in erfolgreiche Produkte ist das Unternehmen Soitech Solar. Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE entwickelten die Forscher eine leistungsfähige Konzentrator-Photovoltaik, die mit Modulwirkungsgraden von rund 30 % weltweit zur Spitze in den neuen Umweltindustrien zählt.

Zweifellos befindet sich Green Tech made in Germany weltweit auf dem Vormarsch. Die von dem Joint Venture am Fraunhofer-ISE entwickelte Concentrix-Technik ersetzt dabei nicht nur die herkömmliche Siliziumtechnik. Sie dient auch dazu, Sonnenenergie zu wettbewerbsfähigen Kosten und Preisen produzieren zu können. Der Lohn für diese Arbeit: Das Fraunhofer-ISE und das Fraunhofer-Spin-off Soitech Solar reihten sich im vergangenen Jahr beim renommierten Deutschen Umweltpreis unter die Preisträger ein.

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Innovationstransfer in die Praxis muss besser werden

In Deutschland als dem Land der Erfinder und Tüftler mangelt es also keineswegs an frischen Ideen. Schließlich ist der Wirtschaftsstandort seit Jahrzehnten beim Export seiner Industrieprodukte weltweit führend. Ein Grund dafür liegt auch in der großen Zahl neuer Patente, bei denen Deutschland neben den USA oder China zu den führenden Nationen zählt. Woran es jedoch gelegentlich mangelt, ist der Umstand, wie sich technische Innovationen möglichst zielgerichtet in Gesellschaft und Wirtschaft umsetzen lassen.

Welche Wege dabei eine möglichst intelligent vernetzte nationale Forschungsszene beschreiten kann, dieser Fragestellung widmete sich in Berlin der 2005 gegründete „Pakt für Forschung und Innovation“. Darin versammelt sind die außeruniversitären Forschungsorganisationen Helmholtz-Gesellschaft, Max-Planck-Gesellschaft, Leibniz-Gemeinschaft, Fraunhofer-Gesellschaft sowie die Deutsche Forschungsgemeinschaft.

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