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Leichtbau auf der Hannover-Messe 2018

Innovative Produkte durch materialübergreifendes Denken

| Autor / Redakteur: Katja Wohlers / Peter Königsreuther

Veredelte Oberflächen verbessern nicht nur die Optik

Beim hybriden Leichtbau ist durch die Kombination verschiedener Werkstoffe die Beschaffenheit von Oberflächen ein wichtiges Thema, wie die Experten erklären. Die ELB – Eloxalwerk Ludwigsburg Helmut Zerrer GmbH stellt unter anderem mit der "Mg-Ultraceramic" eine nanokeramische Veredelung von Magnesiumoberflächen vor, die dazu führt, dass die Bauteile auch für extreme Anforderungen geeignet sind, weil sie so eine Steigerung der Eigenhärte bei hoher Flexibilität der Schicht erlangen. Durch die atomare Haftung und den vollständigen Kantenumschluss sei eine sehr hohe Korrosionsbeständigkeit gegeben, welche die Magnesiumbauteile langfristig schütze. Und die photochemische Ätztechnik, die der Aussteller micrometal GmbH beherrscht, ermöglicht die Fertigung hoch präziser und hoch komplexer Metallstrukturen. Das spezielle Ätzverfahren ermöglicht es dem Anwender, dass Bauteiltoleranzen im einstelligen Mikrometerbereich eingehalten werden können.

Kombinierte Verfahren bringen dem Leichtbau weiteren Auftrieb

Die Rosswag GmbH zeigt, wie sich dank der hybriden Kombination aus Freiformschmieden und Selektivem Laserschmelzen vollkommen neue Produkte herstellen lassen: Im ersten Schritt stellt Rosswag Engineering massive Bauteilbereiche, mit einem großen Anteil an Materialvolumen, konturnah durch einen Freiformschmiedevorgang her. Auf das geschmiedete Rohteil wird anschließend in der SLM-Anlage additiv aufgebaut, wodurch sich komplexe Strukturen ergänzen lassen.

Gezielte Faserverstärkung macht leichter und robuster

Endlosfaserverstärkte Spiralgewebe aus Carbonfasern, die etwa für die Herstellung von Rotoren von Elektromotoren oder Keramikbremsscheiben verwendet werden können, präsentiert die Gustav Gerster GmbH & Co. KG. Im Gegensatz zu Metallscheiben sei bei den Spiralgeweben keine Korrosion zu befürchten und die Teile sind natürlich leichter als Stahl- oder Aluminiumscheiben. Und die automatisierte und roboterunterstützte Flechttechnologie, die von derBurgmann Packings Group GmbH gezeigt wird, verschaffe diverse Konstruktionsmöglichkeiten, mit denen faserverstärkte Verbundbauteile nach Kundenspezifikation angefertigt werden können. So ließen sich durch automatisierte Prozesse auch komplexe 3D-Geometrien, Krümmungen und Biegeradien optimal erzeugen. Dank präziser Ausrichtung der Fasern werde eine dem Lastfall entsprechend ideale Kraftaufnahme und -verteilung erreicht.

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