Ersatzteilmanagement Instandhaltung mit alternativen Ersatzteilen

Autor / Redakteur: Sonja Becker / Beate Christmann

Wenn standardmäßig verbaute Maschinenkomponenten häufig gewartet oder sogar ausgetauscht werden müssen, kann das für ein Unternehmen teuer werden. Technische Händler können durch Umschlüsselung der Originalersatzteile auf Alternativen helfen, die Laufzeiten zu verlängern und die Kosten zu senken.

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Zur Erhöhung der Produktionseffizienz identifizieren die Experten von Brammer Komponenten und Bauteile und schlüsseln diese bei Bedarf um.
Zur Erhöhung der Produktionseffizienz identifizieren die Experten von Brammer Komponenten und Bauteile und schlüsseln diese bei Bedarf um.
(Bild: Brammer)

Hohe Hygienevorgaben und extreme Temperaturen stellen in Unternehmen der Backwarenindustrie besondere Anforderungen an Maschinen, Material und Personal. Vor diesem Hintergrund nehmen die Bereiche Wartung und Instandhaltung eine Schlüsselrolle im betrieblichen Ablauf ein, um höchstmögliche Anlagenverfügbarkeit zu gewährleisten.

In einer deutschen Großbäckerei war diese maximale Anlagenverfügbarkeit beziehungsweise Prozesssicherheit nicht mehr gewährleistet: Die Schmalkeilriemen, die in den Lüfterantrieben verbaut waren, waren den hohen Umgebungstemperaturen von rund 70 °C nicht gewachsen.

Problem: Hohe Instandhaltungs- und Wartungskosten

Die Folge: Sie fielen nach circa 1200 Betriebsstunden regelmäßig und viel zu früh aus. Die Instandhalter vor Ort kontaktierten den Lüftungsanlagenhersteller. Doch dieser konnte ihnen kurzfristig nicht helfen. Das Backwarenunternehmen sah sich mit unverhältnismäßig hohen Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten konfrontiert.

Also machte sich die Großbäckerei auf die Suche nach einer zufriedenstellenderen Lösung – und nahm die Beratung des technischen Händlers Brammer in Anspruch. Die Karlsruher Firma belieferte die Großbäckerei bereits seit Längerem mit sogenannten Maintenance, Repair-and-Operations-Produkten (MRO-Produkten) für die Wartung, Instandhaltung und Reparatur. Darüber hinaus unterstützte der Dienstleister die Instandhalter mit seinen Spezialisten für die technische Beratung regelmäßig auch vor Ort. Und die Bäckerei war mit den Leistungen des technischen Händlers bisher zufrieden, sorgten doch sowohl das Logistikkonzept als auch die weiteren Mehrwertdienstleistungen etwa für eine Verringerung der Gesamtbeschaffungskosten, für eine Verbesserung der Produktionseffizienz insgesamt und für eine Senkung des Betriebskapitals.

Alternativprodukte oft leistungsfähiger als Originalersatzteile

Ralf Hellwig, Geschäftsführer bei Brammer, erinnert sich zurück: „Im exemplarischen Fall der Großbäckerei bot sich eine Umschlüsselung der anfälligen Maschinenelemente an.“ Hellwig erklärt, dass oftmals Alternativprodukte zu standardmäßig eingebauten Komponenten existierten, die unter den gegebenen Umständen weitaus besser, effizienter und langlebiger funktionieren würden. Doch könne man die Kenntnis solcher Produkte von den Instandhaltern nicht erwarten. Deswegen sei es ratsam, sich externe Expertise ins Haus zu holen: „Solch ein Umschlüsseln von Originalersatzteilen (OE-Teilen) bedarf einer Prozess- und Produktkompetenz, die bei Unternehmen im Haus in der Regel nicht vorliegen kann, weswegen es empfehlenswert ist, Rat bei einem versierten technischen Händler einzuholen.“

Dies tat das Backwarenunternehmen. Experten von Brammer analysierten das Problem. Schließlich konnten sie eine Alternativkomponente ausfindig machen, die gegenüber den herkömmlichen Schmalkeilriemen eine geringere Riemendehnung mitbrachte und sich durch präzise Laufruhe, extreme Quersteifigkeit und einen sehr guten Wirkungsgrad auszeichnete – selbst bei tiefen und hohen Umgebungstemperaturen von -30 °C bis 90 °C. Zudem war das Alternativprodukt äußerst wartungsarm und übertrug 15 % mehr Leistung als die bisher eingesetzten OE-Riemen.

MRO-Lieferanten nicht nur Händler, sondern auch Dienstleister

Die Verantwortlichen der Großbäckerei ließen sich von den in Aussicht gestellten Vorteilen des alternativen Lüfterantriebs überzeugen. Und laut eigener Aussage bereuen sie seitdem ihren Entschluss zum Wechsel nicht, im Gegenteil: Die Alternativkeilriemen liefen nun nach über 1600 Betriebsstunden noch immer ohne Probleme beziehungsweise Ausfallerscheinungen. Deswegen wolle die Großbäckerei nun alle Lüfterantriebe an den Öfen umrüsten, denn der höhere Stückpreis werde wegen der wesentlichen Verbesserung der Antriebe wie auch der deutlichen Kosteneinsparungen durch weniger Wartung und Maschinenstillstände gerne akzeptiert.

Hellwig ist sich sicher, dass es für ein Industrieunternehmen nicht mehr genügen kann, im Bereich MRO einen Händler an der Hand zu haben, der in der Lage ist, das gerade benötigte Bauteil zum richtigen Zeitpunkt zu liefern. In seinen Augen kann dies nur die Basis sein. Mindestens genauso wichtig sei es, dass sich der Instandhalter darauf verlassen kann, dass sich sein MRO-Lieferant in den branchenspezifischen Prozessen auskennt. Er muss mithelfen können, Fehlerquellen zu erkennen sowie sie abzustellen. Hellwig erläutert: „Ein erfahrener technischer Händler kann seinem Kunden Alternativen aufzeigen und damit dazu beitragen, Prozesse zu optimieren. Er sollte dem betroffenen Unternehmen in Konsequenz dabei behilflich sein können, die Kosten zu senken und gleichzeitig die Produktivität zu erhöhen.“

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* Sonja Becker ist Mitarbeiterin der Abteilung Marketing bei der Brammer GmbH in 76149 Karlsruhe, Tel. (07 21) 7 90 64 20, sonja.becker@brammer.biz

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