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Interview

Intec und Z starten mit neuen Impulsen das Messejahr 2019

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Im Verbund mit der auf industrielle Zulieferungen spezialisierten Z bildet die Intec die gesamte Prozess- und Abnehmerkette in der Fertigung ab.
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Im Verbund mit der auf industrielle Zulieferungen spezialisierten Z bildet die Intec die gesamte Prozess- und Abnehmerkette in der Fertigung ab. (Bild: Leipziger Messe GmbH/Uwe Frauendorf)

Der Messeverbund Intec und Z 2019 lädt vom 5. bis 8. Februar zum ersten wichtigen Branchentreff des Jahres für die Fertigungstechnik in der Metallbearbeitung und Zulieferindustrie in Europa ein.

Mit der Intec/Z läutet die Leipziger Messe den Start des neuen Messejahres 2019 ein. Was die Besucher erwartet, erzählt die Projektdirektorin des Messedoppels, Kersten Bunke, im Interview mit dem MM Maschinenmarkt.

2019 verzeichnen Sie einen sehr positiven Anmeldestand. Woran machen Sie den großen Zuspruch fest?

Unser Messedoppel lädt im Februar zum ersten wichtigen Branchentreff des Jahres für die Fertigungstechnik in der Metallbearbeitung und Zulieferindustrie in Europa. Während der Intec und Z 2019 präsentieren rund 1300 Aussteller ihr Leistungsspektrum auf der Leipziger Messe. Der Zuspruch ist ungebrochen. Technologieführer aus dem Werkzeugmaschinenbau, renommierte Anbieter von Präzisionswerkzeugen, Spezialisten für Automatisierungslösungen oder innovative Zulieferer aus dem In- und Ausland sind dabei.

Im Vergleich zur letzten Intec/Z hat sich so einiges, insbesondere auf dem politischen/wirtschaftlichen Parkett, getan. Können Sie beurteilen, wie Ihre Aussteller damit umgehen?

Wir befinden uns in einer wirtschaftspolitisch bewegten Zeit. Trotzdem ist die Auftragslage im deutschen Maschinenbau gut. Da Messen auch ein Spiegelbild der Wirtschaft sind, spüren wir die positive Stimmung in unseren Gesprächen mit Vertretern der Branche. In dem Austausch merken wir auch, dass unsere Aussteller die Geschäftsbeziehungen in Märkte aufrecht halten möchten, die schwieriger zu erreichen sind – dazu zählt Russland momentan. Um die internationale Zusammenarbeit zu fördern, wird unter anderem das „Internationale Kooperationsforum Russland/GUS“ auf der Intec und Z ausgerichtet.

Auch die Elektromobilität zwingt viele Ihrer Aussteller zum Umdenken. Macht sich dieser Prozess bereits bemerkbar?

Maschinenbauer und Zulieferer müssen sich mit neuen Antriebskonzepten im Fahrzeugbau auseinandersetzen. Diese Entwicklung wird großen Einfluss auf herkömmliche Produktionsverfahren und die Fertigungstechnik haben. Deshalb richten wir erstmals im Rahmen von Intec und Z das Fachforum „new mobility“ aus. Die Veranstaltung bietet eine Plattform für Betrachtungen und Diskussionen zu den Herausforderungen und Chancen für die Fertigungstechnik und Zulieferindustrie, die neue Fahrzeugantriebe mit sich bringen.

Technologische Dienstleistungen machen einen wichtigen Bestandteil des Messeportfolios aus. Der Kunde und seine Bedürfnisse rücken somit wieder in den Fokus des Herstellers. Wie erklären Sie sich dieses Phänomen und was wird die Messe dazu abbilden?

Die Hersteller sind daran interessiert, dass ihre Kunden erfolgreich am Markt agieren, um eine langfristige Geschäftsbeziehung aufzubauen. Im Zusammenspiel von klassischem Maschinenbau mit der zunehmenden Automatisierung von Produktionsprozessen werden industrielle Dienstleistungen immer mehr an Bedeutung gewinnen und es werden ganz neue Geschäftsmodelle entstehen. Sie gehören somit zwangsläufig zum Angebot. Zahlreiche dieser anspruchsvollen Dienstleistungen für die Industrie werden auf unserem Messeduo vorgestellt.

Mit der Sonderschau „Additiv + Hybrid – neue Fertigungstechnologien im Einsatz“ positionieren Sie sich klar im Trend- thema Additive Fertigung. Was darf man als Besucher erwarten?

Die Sonderschau setzt die Reihe anwendungsbezogener Formate fort, die bereits in den letzten Jahren das Fachpublikum angezogen hat. Sie verdeutlicht, wie sich in der Kombination klassischer Fertigungsverfahren mit neuartigen Technologien die Grenzen herkömmlicher Prozesse überwinden lassen. Dabei werden zum Beispiel Anwendungen und Trends für intelligente Verfahrens- und Materialkombinationen vorgestellt. Das Fachforum gibt einen Einblick in den Stand der Technik und nennt Beispiele für Lösungen, unter anderem Vorteile durch Multimaterial-Fertigung.

Mit Blick auf die vorangegangenen Messen: Welchen Stellenwert prophezeien Sie der generativen Fertigung in Zukunft auf der Intec?

Auch wenn die Intec keine Messe speziell für generative Fertigung ist, merken wir, dass das Thema für unsere Aussteller immer wichtiger wird. So greifen wir es nach 2017 zum zweiten Mal im Rahmen einer Sonderschau auf, die praktische Anwendungsbeispiele mit kurzen, thematisch gebündelten Fachbeiträgen verknüpft, die auf Maschinenbauer und Zulieferer zugeschnitten sind. Ich denke, dass die generative Fertigung mit diesem speziellen Fokus auch zukünftig auf der Messe vertreten sein wird.

Auch der Digitalisierung widmen Sie große Aufmerksamkeit. Welche Bühne bieten Sie dafür und worauf darf man gespannt sein?

Die Digitalisierung spielt eine große Rolle. Vor allem an den Ständen unserer Aussteller ist die digitale Transformation zu sehen. Wir als Messeveranstalter nehmen das Trendthema im Fachprogramm auf – beispielsweise setzt der Kongress „Ressourceneffiziente Produktion“ vom Fraunhofer-Verbund Produktion seine Veranstaltungsreihe in diesem Jahr unter dem Motto „Smart Production – Szenarien, Lösungen, Benefit“ fort.

Welche weiteren Trendthemen spielen auf der Messe eine Rolle?

Die moderne Industrie arbeitet an einer neuen Generation von intelligenten, vernetzten Systemen. Dabei nimmt die Sensorik eine Schlüsselrolle ein. Mit der Sonderschau „Sensorik – auf dem Weg zum intelligenten Produkt“ greifen wir diese Thematik auf und setzen sie auf unsere Zielgruppe bezogen um. Anhand von Best-Practice-Beispielen werden Anwendungsnutzen und Herausforderungen erläutert. So beschreiben Anwender im Fachforum unter anderem, wie die Flut an Sensordaten zu beherrschen ist.

Vielversprechend verlaufen auch die Vorbereitungen für die Z 2019. Unter anderem stehen neuartige Werkstoffe auf dem Programm. Welche zum Beispiel?

Mit Ausstellern, die der Nachfrage nach Teilen und Komponenten aus neuartigen Werkstoffen nachkommen, ist die Z gut besetzt. Zum Beispiel zeigt Röchling mit Sustakon einen Allround-Werkstoff, der ideal für Bauteile ist, die dauerhaft dynamischer Belastung und hohen Lastwechseln standhalten müssen. Um ein weiteres Beispiel zu nennen: CEP Freiberg entwickelt Kupfer-Hochtemperaturwerkstoffe und stellt diese in Leipzig vor.

Der Fachkräftemangel und der Nachwuchs sind nach wie vor ein großes Thema. Welchen Beitrag leisten die Messen, um diesem Problem zu begegnen?

Intec und Z bringen den Branchennachwuchs und die Industrie zusammen. So findet am letzten Messetag der Fachkräftetag statt. Studenten und Berufsschüler mit technischem Hintergrund können einen Einblick in die Neuheiten der Branche gewinnen. Außerdem bietet eine Jobbörse die Chance, sich über Stellen- und Praktikumsangebote sowie Themen für Abschlussarbeiten zu informieren. Dabei kann der Nachwuchs potenzielle Arbeitgeber – und umgekehrt – kennenlernen.

Zum Schluss noch ein Leipziger Geheimtipp für Besucher. Wo sollte man nach einem erfolgreichen Messetag unbedingt einkehren?

Das gastronomische Angebot Leipzigs ist sehr vielfältig. Besonders bekannt ist natürlich der historische „Auerbachs Keller“. Auch die traditionsreiche Messegeschichte Leipzigs lässt sich hautnah erleben. Im Stadtzentrum können Messehäuser aus dem 19. Jahrhundert und viele schöne Passagen entdeckt werden.

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