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Drehteilefertigung

Integriertes ERP/MES lastet Anlagen besser aus

| Autor / Redakteur: Peter Bauer / Reinhold Schäfer

Bild 1: Mit einer integrierten ERP-Branchenlösung für Drehteilfertiger erhält die Unternehmensführung einen transparenten Überblick über die Fertigung.
Bild 1: Mit einer integrierten ERP-Branchenlösung für Drehteilfertiger erhält die Unternehmensführung einen transparenten Überblick über die Fertigung. (Bild: Sauter)

Um auch in mittelständischen Unternehmen schnell auf Änderungen reagieren zu können, ist es erforderlich, alle Daten online zur Verfügung zu haben. Ein integriertes ERP/MES ermöglicht die notwendige Transparenz und das vorausschauende Monitoring der Prozesse, was zur besseren Auslastung der Anlagen führt.

Auch bei dem Präzisionsdrehteile-Hersteller Sauter ist man besonders bei der eingesetzten Technik und in den Organisationsabläufen bestrebt, die Zeichen der Zeit zu erkennen und am Markt zu agieren, statt zu reagieren. Das heißt, der A-Lieferant bietet seinen Kunden die Qualität einer modernen Infrastruktur, indem er zum Beispiel konsequent auf Mehrspindeltechnik setzt. Und mit der integrierten ERP-Branchenlösung (Enterprise Resource Planning) von Gewatec für Drehteilefertiger erhält die Unternehmensführung einen transparenten Überblick über die Fertigung (Bild 1).

Trend geht zu immer komplexeren Teilen

Das ERP-System zeigt vorausschauend Ablaufengpässe oder Tendenzen möglicher Qualitätsdefizite der Produkte an und sorgt mit geeigneten Algorithmen für einen optimalen Fertigungsablauf mit hoher Termintreue – was zum Beispiel für die Kunden aus der Automobilindustrie eine absolute Prämisse ist.

Der mittelständische Familienbetrieb Sauter fertigt seine Präzisionsdrehteile zu gut 90 % für die Automobilindustrie, aber auch für die Sparten Elektronik, Haushaltsgeräte, Bauindustrie und Sportartikel. An Drehautomaten mit bis zu sechs Spindeln (konventionell und per Computerized Numerical Control, CNC) produzieren 170 Mitarbeiter und etwa 20 Leiharbeiter im 3-Schicht-Betrieb gut eine halbe Million Teile am Tag (Bild 2).

Die Serienfertigung erfolgt überwiegend im neuen Werk in Aldingen, am Firmensitz in Wehingen ist die Rohteilbearbeitung, Weiterbearbeitung und Montage organisiert. Nach Aussage von Sauter geht der Trend einerseits zu immer kleineren Fertigungstoleranzen (bis in den Mikrometerbereich), andererseits vergrößert sich die Fertigungstiefe, weil die Aufträge für immer komplexere Teile ständig zunehmen.

Unternehmensweit integrierte und skalierbare IT-Unterstützung

Dazu gehört auch eine effektive Erfassung, Auswertung und Steuerung vielfältiger Informations- und Warenflüsse auf der Grundlage aussagekräftiger Zahlen, die auch aus komplexen Querverbindungen einzelner Unternehmensbereiche hervorgehen können. Innerbetriebliche Prozesse, aber auch die Abläufe zu den Kunden sind so gestaltet, dass Streuverluste bei Ressourcen und Kapital möglichst klein gehalten werden. Das Mittel der Wahl konnte dazu bei Sauter nur eine alle Unternehmensbereiche integrierende und skalierbare Informationsverarbeitung sein, die die besonderen Bedürfnisse bei der Herstellung von Präzisionsdrehteilen berücksichtigt.

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