Google+ Facebook Twitter XING LinkedIn GoogleCurrents YouTube

Consumer-Messe CES in Las Vegas

Ausblick auf die künstliche Intelligenz von morgen

| Autor: Reinhold Schäfer

Selbstlernender Neuromorphic-Testchip von Intel (Codename: Loihi).
Bildergalerie: 41 Bilder
Selbstlernender Neuromorphic-Testchip von Intel (Codename: Loihi). (Bild: Intel Corporation)

Auf der Messe CES in Las Vegas (USA) gab es viele Anwendungen zur künstlichen Intelligenz zu sehen. An den Ständen von Intel und Renesas Electronics fand man viel Wissenswertes zu den Themen Autonomes Fahren und Virtuelle Realität. Die Automobilschmiede Rinspeed zeigte eine Schnellladetechnik von Harting. Und Texas Instruments stellte eine DLP-Technik für Kfz-Scheinwerfersysteme vor.

Schon bei der Eröffnung der Consumer Electronics Show (CES) am 8.1.2018 in Las Vegas präsentierte Intel-CEO Brian Krzanich in der Keynote, wie Daten die Welt um uns herum verändern und technische Innovationen die Zukunft maßgeblich vorantreiben – vom autonomen Fahren über die künstliche Intelligenz (KI) bis hin zur virtuellen Realität (VR) und immersiven Medien.

Datengetriebene Technik von morgen

Krzanich stellte das erste autonome Fahrzeug innerhalb seiner aus 100 Autos bestehenden Testflotte vor. Zudem gab er bekannt, dass die Automobilhersteller BMW, Nissan und Volkswagen ihre auf Mobileye-Technik basierenden digitalen Karten in ihre neuen Fahrzeugmodelle integrieren. Außerdem kündigte der Intel-CEO Kooperationen mit der chinesischen SAIC Motor und Navinfo an, um die Erstellung digitaler Landkarten auf China auszuweiten.

Mit Blick auf das Thema der künstlichen Intelligenz gab Krzanich eine Partnerschaft mit Ferrari North America bekannt. Ferrari setzt die KI-Plattform von Intel ein, um nützliche Informationen direkt von der Rennstrecke sowohl für Fahrer als auch für Fans zu gewinnen. Im Bereich immersiver (alle Sinne umfassender) Medien stellte der Intel-CEO zum einen die neu gegründeten Intel Studios vor. Zum anderen kündigte er an, dass Paramount Pictures als erstes großes Hollywood-Studio gemeinsam mit Intel den Einsatz immersiver Medien für das visuelle Storytelling der Zukunft nutzen will.

Wie sich das menschliche Gehirn im Computer nachbilden lässt

Künstliche Intelligenz

Wie sich das menschliche Gehirn im Computer nachbilden lässt

09.10.17 - Die Herausforderung, die Komplexität des menschlichen Gehirns im Computer nachzubilden, hat eine neue Generation von Wissenschaftlern und Entwicklern von Computeralgorithmen hervorgebracht. lesen

„Daten werden soziale und wirtschaftliche Veränderungen mit sich bringen, die wir in diesem Ausmaß vielleicht ein- oder zweimal in einem Jahrhundert erleben”, sagte Krzanich. „Sie sind die kreative Kraft hinter den Innovationen der Zukunft. Daten definieren neu, wie wir unser Leben gestalten – bei der Arbeit, zuhause, auf Reisen sowie bei Sport und Unterhaltung.“

Einblicke in die autonome Zukunft

Im Bereich des Autonomen Fahrens kündigte Krzanich wichtige Meilensteine von Intel und Mobileye an. So werden zwei Millionen Fahrzeuge von BMW, Nissan und Volkwagen im Laufe dieses Jahres die REM-Technik (Road Experience Management) von Mobileye nutzen, um Daten zu sammeln, auf deren Basis sich kostengünstige, skalierbare HD-Karten erstellen und schnell aktualisieren lassen.

Für den chinesischen Markt gab der Intel-CEO zwei wichtige Partnerschaften mit dem führenden chinesischen Automobilhersteller SAIC Motor und mit NavInfo bekannt, einem Hersteller von digitalen Karten und Standortdiensten. SAIC wird autonome Fahrzeuge der Level 3, 4 und 5 auf Basis der Mobileye-Technik in China entwickeln. Beim Autonomen Fahren werden Autos in verschiedenen Stufen eingeordnet. Ein Level-4-Fahrzeug ist beispielsweise ein automatisiertes Auto, das nahezu ohne menschliche Eingriffe steuert, ein Level-5-Fahrzeug ist vollständig autonom und erfordert keinerlei menschliche Interaktion während der Fahrt.

Brian Krzanich stellte zudem die Intel-Plattform für automatisiertes Fahren vor, die für Autos angepasste Intel-Atom-Prozessoren mit den Mobileye-EyeQ5-Chips kombiniert. Intel bringt damit eine Plattform für Autonomes Fahren von Level 3 bis Level 5 auf den Markt, die sich durch branchenführende Skalierbarkeit und Vielseitigkeit auszeichnet.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45082760 / Fertigungsautomatisierung / Prozessautomatisierung)

Themen-Newsletter Automatisierung abonnieren.
* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung und AGB einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.

Meistgelesene Artikel

Lamborghini bekommt flexibelste Lackieranlage der Welt

Lackieren

Lamborghini bekommt flexibelste Lackieranlage der Welt

10.04.18 - Individuelle Lackierungen sind in der neuen Lackiererei von Lamborghini problemlos möglich. Ein neuartiges Anlagenlayout und die intelligente Anlagensteuerung mit dem Produktionsleitsystem E-MES machen den Weg frei, wie der Böblinger Anlagenhersteller Eisenmann mitteilt. lesen

Was Sie jetzt über die Datenschutz-Grundverordnung wissen müssen

Tipps zur DSGVO

Was Sie jetzt über die Datenschutz-Grundverordnung wissen müssen

16.04.18 - 2018 wird es ernst, am 25. Mai endet die Übergangsfrist für die Europäische Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO). Damit werden die Datenschutzregeln für Unternehmen und Behörden deutlich strenger. Viele bisherige Datenschutzmaßnahmen müssen hinterfragt, aktualisiert oder erweitert werden. Die Zeit läuft. Viele Unternehmen laufen hinterher. lesen

BMW investiert über 10 Mio. Euro in 3D-Druck

F&E

BMW investiert über 10 Mio. Euro in 3D-Druck

19.04.18 - Die BMW Group plant einen einen Campus für Additive Fertigung in Oberschleißheim, nördlich von München, für mehr als 10 Mio. Euro. lesen