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Wirtschaftlicher Biegen

Intelligente Antriebstechnik für Abkantpressen

| Autor/ Redakteur: Marcus Geigle / Dietmar Kuhn

Der Maschinenbau gilt schlechthin als die Königsdisziplin in der Produktions- und Fertigungstechnik. Die ökonomische Entwicklung der letzten Jahre setzt vor allem auf mehr Produktivität, verkürzte Entwicklungs- und Lebenszyklen von Produkten sowie höchste Effizienz. Eine wesentliche Rolle dabei spielt auch die Antriebstechnik in Abkantpressen, wie dieses Beispiel zeigt.

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Die perfekte Integration in Abkantpressen schafft Freiräume an Maschinengestellen und Gewichtsersparnisse am Biegebalken – bei gleichzeitiger Performancesteigerung.
Die perfekte Integration in Abkantpressen schafft Freiräume an Maschinengestellen und Gewichtsersparnisse am Biegebalken – bei gleichzeitiger Performancesteigerung.
( Bild: Hoerbiger )

Hoerbiger gilt unter anderem als Antriebsspezialist für Blechbearbeitungsmaschinen. Das Unternehmen folgt schon seit Langem dem Trend effizienter Antriebssysteme und leistungsbestimmender Automatisierungskomponenten für den industriellen Maschinenbau. Den begonnenen Paradigmenwechsel setzt der Maschinenbauer offenbar konsequent und erfolgreich um. So wird in naher Zukunft eine Abkantpresse bis zu 250t so einfach wie ein Iphone zu bedienen und so präzise wie ein Laserstrahl sein. Erste Beispiele dafür wird das Unternehmen bereits auf der Blechexpo präsentieren. Hoerbiger gewährt damit den Besuchern einen umfassenden Einblick in die weiterentwickelte ePrAX-Lösung – Realität gewordene Zukunft elektrohydraulischer Aktuatoren.

Den Graben zwischen Elektrik und Hydraulik überwunden

Die Diskussion ist so alt wie die Automatisierungstechnik selbst: Spricht man in Ampere oder in Bar? Viele Entwickler von Aktuatoren haben nur ein Ziel: einen präzisen, schnellen und starken Antrieb für unterschiedliche Maschinen anbieten zu können. Sie sind jedoch nicht in der Lage, den Graben zwischen Elektrik und Hydraulik zu überwinden, da sie nicht einmal dieselbe Sprache sprechen. Hoerbiger nahm das vor zwei Jahren zum Anlass, die unbestrittenen Nutzen aus den zwei Welten der Automatisierungstechnik clever und smart zu verbinden. Das ist gelungen. Die Zuverlässigkeit der Mechanik, die Schnelligkeit und Präzision der Elektrik und die Kraft der Hydraulik hat das Unternehmen in seinem smarten Antrieb ePrAX so verbunden, dass ein Maschinenbauer alle Vorteile der jeweiligen Komponenten in einem System integriert nutzen kann.

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„Hydraulik und das Hantieren mit Öl gilt als altbacken im Maschinenbau des 21. Jahrhunderts. Elektrische Antriebe und Elektronik erleben dagegen einen anhaltenden Hype. Denken wir in der Automatisierungstechnik jedoch konsequent an die vielschichtigen Anforderungen für Maschinenbauer, geht es vor allem um Kraft, Präzision, Schnelligkeit und Robustheit“, unterstreicht Katja Ebenhoch, Leiterin Geschäftsfeld Industrieller Maschinenbau der Hoerbiger Automatisierungstechnik. „Bevor wir unseren smarten Aktuator ePrAX entwickelt haben, mussten Maschinenbauer, die entweder Hydraulik oder Elektrik einsetzen, immer bei mindestens einer der genannten Anforderungen Abstriche machen“, sagt die Antriebsexpertin. Das ist nun vorbei. Hinzu kommt, dass Hoerbiger mit seinem Ansatz die Einfachheit beim Einbau, der Bedienung und Wartung in den Vordergrund seiner Entwicklung gestellt hat. „Ingenieure sollten öfter darüber nachdenken, auf welche unnötigen Dinge man alles verzichten kann“, meint die Expertin.

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