T-Systems Intelligente Fabrik statt Zwickmühle

Autor / Redakteur: Yvonne Nestler / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Serienfertiger müssen individueller produzieren, Einzelfertiger effizienter. Bei diesem Spagat zwischen Individualität und Effizienz helfen flexible, selbstorganisierende Fabriken. Doch diese funktionieren nur, wenn Wertschöpfungskette und Informationssysteme durchgängig vernetzt werden.

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In Zukunft müssen Fertigungsunternehmen effizient und gleichzeitig individuell produzieren.
In Zukunft müssen Fertigungsunternehmen effizient und gleichzeitig individuell produzieren.
(Bild: T-Systems)

Die klassische Serienfertigung hat ausgedient. Konnten Unternehmen früher standardisierte Produkte am laufenden Band fertigen, wünschen sich sowohl Geschäftskunden als auch Konsumenten heute maßgeschneiderte Lösungen sowie Zubehör: 3D-Drucker, passende Maschinensteuerungen oder individuelle Ersatzteile.

Weitere lukrative Zusatzausstattung könnten Hersteller an den Mann bringen, wenn der Käufer diese auch im Nachhinein noch bestellen könnte – selbst, wenn die Produktion der Ware schon begonnen hat.

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Anders sieht es bei Einzelfertigern aus. Sie arbeiten bereits mit der Losgröße 1 – der völlig individuellen Produktion. Doch auch sie müssen sich im interna­tio­nalen Wettbewerb behaupten und deshalb ihre Fertigung optimieren. Im Vordergrund stehen dabei zum einen eine höhere Auslastung der Fertigung, kürzere Durchlaufzeiten und mehr Termintreue.

Ein scheinbarer Widerspruch

Zum anderen gilt es, die Teile der Wertschöpfungskette wie Entwicklung, Beschaffung und Fertigung enger zu vernetzen, um bei Zeitdruck auch parallel arbeiten zu können. Weiteres Potenzial besteht im Service: etwa mit neuartigen Wartungsdiensten.

Eine Umfrage des Marktforschungsinstituts PAC fasst die Situation zusammen: Für 2015 gaben die mittelständischen Fertigungsunternehmen in Deutschland als größte Herausforderungen individuelle Kundenwünsche sowie Effizienzdruck an. Das Dilemma: Die beiden Ziele widersprechen sich. Wie also können Einzelfertiger ihre individuelle Produktion effizienter machen? Und Serienfertiger ihre effiziente Produktion individueller und flexibler?

Die Werkzeuge dazu gibt ihnen die Digitalisierung an die Hand: Sogenannte cyber-physische Systeme (CPS) verknüpfen Fabrik und Informationstechnik und helfen, starre Abläufe in flexible Wertschöpfungsnetze zu verwandeln. Das Zielbild ist die „Smart Factory“, eine Produktion, die sich selbst organisiert und verbessert.

Eine solche Fabrik braucht nur minimale Impulse einer zentralen Planung, aber viel lokal verteilte Intelligenz. Die Werkstücke zum Beispiel wissen genau, welchen Produktionsschritt sie als nächstes durchlaufen und buchen selbst Fördermittel und Maschinen. Und die Maschinen melden, wenn sie bald eine Wartung benötigen.

Ihr Potenzial kann die „schlaue Fabrik“ jedoch nur unter einer Voraussetzung ausschöpfen: dass alle relevanten Bereiche und Informationssysteme einer Fabrik vernetzt werden. „Die Vernetzung und die Integration erfolgen sowohl horizontal als auch vertikal“, sagt Florian Gruber, Senior Vice President SI Sales Automotive & Manufacturing im Solution Consulting bei T-Systems.

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