Schunk Intelligente Komponenten für die Smart Factory

Redakteur: Jürgen Schreier

Lässt sich bereits heute eine flexible Produktionsautomatisierung nach den Anforderungen der Industrie 4.0 realisieren? Beim Kompetenzführer für Spanntechnik und Greifsysteme – Schunk aus Lauffen am Neckar – beantwortet man die Frage mit einem klaren „Ja“ und trat zur Hannover-Messe 2015 den Beweis an.

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Anhand einer Montagezelle wurde auf der Hannover-Messe gezeigt, wie die Smart Factory mithilfe von Schunk-Komponenten gelingt.
Anhand einer Montagezelle wurde auf der Hannover-Messe gezeigt, wie die Smart Factory mithilfe von Schunk-Komponenten gelingt.
(Bild: Schunk)

Gemeinsam mit Partnern verwandelte Schunk die Visionen der Smart Factory am Beispiel einer Montagezelle in Realität. Auffälligstes Merkmal: Die Zustands- und Prozessüberwachung sowie die Kommunikation erfolgen unmittelbar auf Komponentenebene. Die smarten Schunk-Module schließen damit die Lücke zum Handhabungsobjekt und ermöglichen einen durchgängigen Informationsfluss vom Greiferfinger bis ins ERP-System.

Aus Montageeinheiten und -Handhabungskomponenten wird ein cyber-physisches System

Die Industrie-4.0-Montagezelle, die Schunk gemeinsam mit dem Softwarespezialisten Ortbis sowie den Anlagenbauern Erhardt + Abt, Plusdrei Engineering Team und SIM Automation realisiert, soll eindrucksvoll verdeutlichen, wie Pick-and-Place-Einheiten, Drei-Achs-Raumportale, Roboter und mobile Plattformen beim Montieren, Prüfen, Verpacken und Transportieren autonom kooperieren und eine smarte Produktion ermöglichen.

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Mit jedem neuen Bauteil und jedem priorisierten Auftrag erfindet die Zelle immer wieder neu eine passende Choreografie. Dabei wird jeder einzelne Prozessschritt detailliert von Sensoren überwacht und an das übergeordnete Handhabungssystem oder sogar an die Anlagensteuerung und ins ERP gemeldet.

Die Schunk-Montageeinheiten und -Handhabungskomponenten sind via Feldbus oder Ethernet miteinander sowie mit der übergeordneten Anlagensteuerung zu einem cyber-physischen System verbunden. Smarte Schunk-Greifer, Leichtbauarme, Pick-and-Place-Einheiten und Lineardirektachsen ermöglichen eine dezentrale Steuerung auf Komponenten­ebene und damit einen dynamischen und flexiblen Prozess. „Die Intelligenz von Handhabungskomponenten ist ein entscheidender Schlüssel auf dem Weg zur Smart Factory“, betont Dr. Markus Klaiber, technischer Geschäftsführer bei Schunk.

Schunk-FT-Sensoren erfassen selbst feinste Abweichungen

Die Voraussetzungen für ein solches Szenario sind schon heute gegeben: Auf Kraft und Position regelbare Mechatronikgreifer und Kraft-Momenten-Sensoren von Schunk ermöglichen ein präzises Condition Monitoring. Noch bevor es zu Ausfällen kommt, erfassen Schunk-FT-Sensoren selbst feinste Abweichungen und schaffen damit die Voraussetzung für ein planbares und effektives Eingreifen im Rahmen der vorausschauenden Instandhaltung. Feldbustaugliche Schunk-Greifer, Wechselsysteme und Drehdurchführungen wiederum stellen eine barrierefreie Kommunikation zwischen Bauteil und Anlage sicher. Wandlungsfähige Greifmodule, leistungsfähige Wechselsysteme und hochdynamische, frei programmierbare Lineardirek­tachsen schließlich erlauben eine flexible Prozessgestaltung bei maximaler Produktivität.

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