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Aventics

Intelligente Pneumatik ebnet Weg für Industrie 4.0

| Redakteur: Stefanie Michel

Die Ventilelektronik neuester Generation erlaubt eine dezentrale Steuerung und Diagnose.
Die Ventilelektronik neuester Generation erlaubt eine dezentrale Steuerung und Diagnose. (Bild: Aventics)

Auf der Motek in Stuttgart informiert Aventics darüber, welchen Beitrag intelligente Pneumatik zur Industrie 4.0 leisten kann. Vom 5. bis 8. Oktober 2015 zeigen die Pneumatikspezialisten am Messestand in Halle 4 unter anderem das neue Ventilsystem der AV-Serie und die Ventilelektronik AES.

Modularisierung und Vernetzung sind zwei Schlagwörter von Industrie 4.0. Mit seinen Ventilsystemen der Advanced-Valve-Serie (AV) und der passenden Ventilelektronik Advanced Electronic System (AES) leistet Aventics einen konkreten Beitrag zu diesen Entwicklungen. So ermöglichen die leichten und kompakten Ventilsysteme der AV-Serie eine Modularisierung, da sie für den dezentralen Einbau in direkter Nähe der Aktoren geeignet sind. Ganze Funktionsgruppen können dadurch ohne Schaltschrank vormontiert werden. Die passende Ventilelektronik AES erschließt durch dezentrale E/A-Module Potenziale für eine weitergehende Vernetzung: Für den Anschluss aller mit der Ventilelektronik verbundenen Pneumatikventile, Sensoren oder Aktoren an die übergeordnete Steuerung genügen zwei Kabel für Leistung und Kommunikation.

Zunehmende Vernetzung in der Industrie 4.0

AES sei ganz auf die Anforderungen der zunehmenden Vernetzung ausgelegt. Dezentral steuert die Ventilelektronik bis zu 64 Ventile mit insgesamt 128 Spulen an. Mit bis zu 10 E/A-Modulen können Konstrukteure sie erweitern. AES verarbeitet damit Prozesssignale dezentral und kann auch Einzelaktoren außerhalb des Ventilsystems steuern. Das reduziert den Verdrahtungsaufwand; die Sensoren und Aktoren müssen lediglich mit dem frei platzierbaren Ventilsystem in der Nähe verbunden werden.

Die AES-Elektronik unterstützt alle gängigen Feldbusse und Ethernet-Protokolle und ermöglicht so einen nahtlosen Informationsfluss. Diagnose- und Statusfunktionen für die Pneumatik sind bereits integriert. Durch eine interne Erfassung und Aufbereitung der Daten lassen sich Prozesssicherheit und Qualitätsüberwachung verbessern. Die Elektronik ermittelt steuerungsunabhängig dezentral die Daten, bereitet sie auf und stellt sie dem Nutzer zur Verfügung. Durch die Ethernet-Anbindung kann die Abfrage von jedem beliebigen Standort aus erfolgen. Dank der Daten ist außerdem ein systematisches Condition Monitoring möglich.

„Industrie 4.0 ist aus Automationssicht keine Revolution“

Die Fertigung kleiner Stückzahlen und kürzere Produktlebenszyklen sind zwei Herausforderungen in Industrie-4.0-Umgebungen. Vor allem Montage- und Handlingeinrichtungen werden in Zukunft noch häufiger als bisher umgebaut und auf neue Produkte angepasst werden. Hohe Modularität und Parametrierbarkeit vereinfachen die schnelle Anpassung der Pneumatik an neue Aufgaben.

„Viele Unternehmen wollen auf den Zug Industrie 4.0 aufspringen, aber konkrete Aussagen machen wenige“, gibt Dieter Michalkowski von Aventics zu bedenken. Der Global Account Manager beschäftigt sich seit langem mit dem vieldiskutierten Thema. „Industrie 4.0 ist aus Automationssicht keine Revolution, sondern eine seit Jahren andauernde Evolution hin zu vernetzbaren Komponenten, Modulen und Maschinen“, erklärt Michalkowski. Kaum eine Technologie zeige diese Entwicklung besser als die Pneumatik in Kombination mit dezentraler Elektronik. Genau darüber berichtet Dieter Michalkowski in einem Fachvortrag. Dieser findet am 6. Oktober 2015 um 14:40 Uhr in Halle 9 an Stand 9109 statt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Aventics auf der Motek 2015: Halle , Stand 4402

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