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Kleinteilelager

Intelligente Waren- und Werkzeugausgabefür E-Commerce und Industrie 4.0

| Redakteur: M. A. Benedikt Hofmann

Lerbs, ein Handelshaus mit Stammsitz in Stuhr bei Bremen, setzt seit einiger Zeit auf das intelligente Kleinteilelagersystem TSM (Tool Server Modular) von Bedrunka + Hirth, das gleichzeitig auch zur Werkzeugausgabe genutzt wird. Den Kunden des Unternehmens zufolge wird allein durch die genaue Ausgabekontrolle ein Rückgang des Verbrauchs von 20 bis 30 % erzielt.

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Per Barcode-Scanner werden Waren in das System eingelesen. Der TSM kontrolliert den Lagerbestand, bestellt selbstständig und verhindert so etwa Maschinenstillstandzeiten.
Per Barcode-Scanner werden Waren in das System eingelesen. Der TSM kontrolliert den Lagerbestand, bestellt selbstständig und verhindert so etwa Maschinenstillstandzeiten.
(Bild: Bedrunka + Hirth)

Der smarte Ausgabeautomat hat alles im Griff: Wertvolle Werkzeuge oder Geräte sind sicher im Fach der Schublade verwahrt. Eine elektromechanisch verriegelte Metallklappe gewährt Zugriff nur demjenigen, der sich mithilfe seiner Personalkarte oder PIN legitimieren kann. Der Automat weiß genau, wem er ein Messgerät aushändigen darf und wann es kalibriert werden muss. Er weiß, wie oft ein Fräser entnommen wurde und wann sich der Lagerbestand dem Ende neigt. Dann bestellt er selbstständig einen neuen, informiert die Buchhaltung über die zu erwartenden Kosten und sendet dem Paketdienst einen Barcode, mit dessen Hilfe dem Nachfolger exakt und ohne Umwege die richtige Schublade im Lager zugewiesen wird.

Der vorgestellte TSM vom Betriebseinrichtungsspezialisten Bedrunka + Hirth ist intelligentes Kleinteilelagersystem und Werkzeugausgabe zugleich. Im Zuge fortschreitender Automatisierung hält das System in immer mehr Lägern Einzug, beim mittelständischen Automobilzulieferer ebenso wie beim Großunternehmen der Luft- und Raumfahrttechnik, so der Hersteller. Die Erfolge sind messbar: „Unsere Kunden bestätigen uns, dass allein durch die genaue Ausgabekontrolle eine Verbrauchssenkung von 20 bis 30 % erzielt wird“, sagt Thomas Dicks, Leiter E-Business & Marketing der Lerbs AG. Das Handelshaus hat rund 150.000 Artikel im Angebot, mit denen rund 13.000 Kunden weltweit beliefert werden. Unter der Marke Supplix werden E-Commerce und Shop Systeme vermarktet. Der Ausgabeautomat aus dem Schwarzwald gehört dazu.

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Für Lerbs gab es Gründe, sich auf das System von Bedrunka + Hirth als Komponente seines Beschaffungssystems zu konzentrieren. Bei der Hardware galt die Anforderung, Kunden ein wertiges System anzubieten, das sich individuell konfigurieren und sogar farblich dem jeweiligen Corporate Design anpassen lässt. Softwareseitig überzeugte die Windows-Oberfläche mit zahlreichen Schnittstellen, etwa zu ERP (Enterprise-Resource-Planning)-System, Warenwirtschaft und SQL-Datenbank. Beim Befüller-Service wollte Lerbs dem Kundenwunsch nach Mehrlieferantenfähigkeit nachkommen. Mit dem TSM kein Problem.

Der Kunde behält die Freiheit, nicht nur bei Lerbs selbst, sondern auch bei anderen Händlern zu ordern. Der TSM kann mit Server arbeiten, ist erweiterbar und verwaltet auch externe Läger. „Alle Bereiche kommunizieren miteinander“, sagt Dicks. So hat der Ausgabeautomat alles unter Kontrolle, also nicht nur den Fräser in der Schublade, sondern auch noch Arbeitshandschuhe oder Unterlegscheiben, die eine Halle weiter oder im entfernten Magazin gelagert sind. Dafür händigt das System im Bedarfsfall nur den passenden Schlüssel aus.

Bei Lerbs heißt es, dass Supplix-Kunden bei E-Commerce Systemen „Full-Service“ erwarten. Umso wichtiger ist es, dass es mit Bedrunka + Hirth eine sehr enge, nahtlose Zusammenarbeit gibt, so die Unternehmen. Der Betriebseinrichter installiert den TSM und sorgt samt erster Einweisung für die Einbindung des Automaten in das Betriebssystem des Kunden. Lerbs schult im Bedarfsfall die Mitarbeiter. Dicks ist überzeugt: „Der Ausgabeautomat von Bedrunka + Hirth ist ein System, mit dem wir in die Zukunft gehen.“ Moderne Schnittstellentechnologie, Skalierbarkeit und Modularität sollten jedenfalls genügend Freiräume bieten, jederzeit weitere Ideen und Weiterentwicklungen zu realisieren.

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