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Management Interimsmanager bietet Hilfe in schwierigen Situationen

| Redakteur: Claudia Otto

Die Folgen der Wirtschaftskrise – wie den internen Know-how-Mangel durch vorangegangene Personalentlassungen – spüren viele produzierende Unternehmen. Um trotzdem am Aufschwung zu partizipieren, setzen einige auf externe Spezialisten, die bei Projektspitzen an Bord geholt werden.

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Bislang galt der Interimsmanager als Brandlöscher, inzwischen wird er aber auch verstärkt bei kurzfristigen Sonderprojekten, M&A-Prozessen oder Unternehmensnachfolge eingeschaltet. (Bild: H. Lunke/Pixelio.de)
Bislang galt der Interimsmanager als Brandlöscher, inzwischen wird er aber auch verstärkt bei kurzfristigen Sonderprojekten, M&A-Prozessen oder Unternehmensnachfolge eingeschaltet. (Bild: H. Lunke/Pixelio.de)

Setzten bereits in den 1980er-Jahren erste Unternehmen in Deutschland „Manager auf Zeit“ ein, erlebte die Branche Anfang des 21. Jahrhunderts einen wahren Nachfrageboom. Gerade in der Krise – also bei Restrukturierungs- und Sanierungsprozessen – vertrauten immer mehr Unternehmen, auch aus dem Mittelstand, auf schnelle externe Hilfe.

Interimsmanager oft mit langer Erfahrung

Entsprechend der steigenden Nachfrage stieg auch das Angebot: Eine wachsende Zahl langjährig erfahrener Führungskräfte wählten nun bewusst den Weg in die Selbstständigkeit, parallel dazu stieg die Anzahl der Vermittlungsagenturen für Interimsmanager. Gerade in den letzten Jahren wandelte sich die öffentliche Wahrnehmung: Galt der Interimsmanager bislang überwiegend als „Brandlöscher“, wird er nun auch verstärkt bei Wachstumsphasen, kurzfristigen Sonderprojekten, M&A-Prozessen oder einer anstehenden Unternehmensnachfolge eingeschaltet. Denn aufgrund seiner Branchen- und Führungserfahrung kann er ad hoc und ohne Einarbeitungszeit interne Lücken füllen, in brenzligen Situationen einen klaren Blick bewahren und konsequent die nötigen Schritte umsetzen.

Ob der Einsatz eines Interimsmanagers für alle Beteiligten zur Erfolgsgeschichte wird, hängt in erheblichem Maße von der Auswahl der passgenauen Führungskraft ab. Findet sich der richtige Mann nicht im eigenen Netzwerk, empfiehlt es sich für das Unternehmen, die Dienste einer professionellen Vermittlungsagentur in Anspruch zu nehmen – sogenannte Interim Management Provider.

Auf die Wahl des richtigen Interimsproviders achten

Bei der Auswahl des passenden Providers gelten die gleichen Kriterien wie bei der Auswahl des geeigneten Interimsmanagers. Der wichtigste Punkt ist in beiden Fällen, dass die Vertrauensbasis, das „Bauchgefühl“, stimmen muss.

Des Weiteren sollte sich das Unternehmen darüber klar werden, welche Anforderungen es an das Dienstleistungsverständnis des Providers stellt – denn gerade in diesem Punkt gibt es deutliche Unterschiede. So agieren einige Interim Management Provider rein als „Makler zwischen Angebot und Nachfrage“ und greifen auf internetbasierte Datenbanken mit einer Vielzahl von eingetragenen Interimsmanagern zurück. Die breite Auswahl und unaufwendige Abwicklung stehen dann im Vordergrund.

Andere Provider betrachten sich dagegen als Agenturen, die das absolut „passende Puzzlestück“ in ein Unternehmens- oder Projektgefüge einsetzen wollen.

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