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IT-Studie Investitionen in Niedrig-Energie-Server lohnen sich

| Redakteur: Claudia Otto

Der IT-Trend des Jahres ist „Server mit niedrigstem Energieverbrauch“. Das ist das Ergebnis einer Gulp-Umfrage, an der sich insgesamt 459 IT-/Engineering-Freiberufler, Projektanbieter und Einkäufer aus Deutschland und der Schweiz beteiligt haben.

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Wer in Luftblasen anlegt, die aktuell als Hype gelten, aber in einem Jahr wieder verschwunden sind, vergeudet sein Geld.
Wer in Luftblasen anlegt, die aktuell als Hype gelten, aber in einem Jahr wieder verschwunden sind, vergeudet sein Geld.
(Bild: Cathy Brinkmann/pixelio.de)

Die Befragten haben zehn Trends, die von den Analyseunternehmen Gartner, Forrester, IDC und dem deutschen Branchenverband Bitkom ausgerufen wurden, danach beurteilt, ob sie wie eine Luftblase platzen werden.

Insgesamt macht es bei fünf der Trends wohl bald „plopp“, ein weiterer ist ein Wackelkandidat. Gulp ist Personalagentur und Projektbörse für IT und Engineering im deutschsprachigen Raum .

Wissen um Blasen ist wertvoll

Warum ist die Diskussion über Trends überhaupt so interessant? „Unternehmen sollten Trends nicht verschlafen“, so Stefan Symanek, Marketing-Leiter von Gulp. „Wer in neue Technologien investiert, steigert seine Wettbewerbsfähigkeit und spart im Idealfall Kosten.

Wer aber in Luftblasen anlegt, die aktuell als Hype gelten, aber in einem Jahr wieder verschwunden sind, vergeudet sein Geld."

Auf Platz eins des Siegertreppchens stehen die „Server mit niedrigstem Energieverbrauch“. Nur 27 % der IT-/Engineering-Freiberufler, Projektanbieter und Einkäufer halten diese für eine Luftblase. Für Gartner und andere Analysten liegen Niedrig-Energie-Server eindeutig im Trend: Sie kommen immer mehr auf den Markt und sind auf Niedrig-Energie-Prozessoren aufgebaut, die üblicherweise in mobilen Endgeräten verwendet werden. Dieser neue Ansatz ist laut Gartner für weniger rechenintensive Aufgaben geeignet, wie zum Beispiel die Auslieferung statischer Objekte an eine Webseite.

Mobil-zentrierte Anwendungen und Interfaces belegen zweiten Platz

Platz zwei der IT-Trends 2012 geht an „Mobil-zentrierte Anwendungen & Interfaces“ – 67,7 % der Teilnehmer nehmen diesen Trend ernst. Gartner prognostiziert, dass das gewohnte User-Interface mit Fenstern und Icons aussterben wird - zugunsten mobilzentrierter Schnittstellen, die auf Berührung, Gesten, Stimme und Video reagieren. Mobile Webtechnologien, so Gartner, werden bis 2015 so weit fortgeschritten sein, dass die Hälfte der Anwendungen, die 2011 noch als native Apps geschrieben worden wären, als Web-Applikationen programmiert werden. Die Fähigkeit, das User-Interface „mobil“ zu gestalten, wird also gefragt sein.

Platz drei der IT-Trends ist eine „Strategie für Cloud Computing“. Dies halten nur 36,7 % der Umfrage-Teilnehmer für eine Luftblase. Nach Bitkom-Schätzung wird sich der Umsatz mit Cloud-Services für Privat- und Geschäftskunden bis zum Jahr 2015 in Deutschland auf rund 13 Mrd. Euro mehr als verdreifachen. Für Unternehmen steht nach der ersten Test- und Versuchsphase jetzt die Entscheidung über eine langfristige Strategie an: Wo sind private, also geschlossene Clouds nötig, wo können oder sollten sie mit öffentlichen Cloud-Diensten kombiniert werden? Wie wird das gesamte Spektrum an privaten und öffentlichen Clouds im Unternehmen gesichert und verwaltet?

In-Memory-Computing in Server-Umgebungen keine Blase

Den Trend „In-Memory-Computing in Server-Umgebungen“ nehmen 62,6 % der Umfrageteilnehmer ernst. Flash Memory wird in eingebetteten IT-Systemen seit Längerem sehr häufig verwendet, so Gartner. Seine Vorteile kämen nun auch in Server-Umgebungen zum Zug. Wer aus seinen Anwendungen In-Memory-Anwendungen macht, profitiere von einer besseren Performance und Skalierbarkeit, von einer geringeren Latenz- und einer schnelleren Response-Zeit. Speicherintensive Hardware-Plattformen werden bis 2013 teurer – die Zeit des In-Memory-Computing ist den Analysten zufolge spätestens dann gekommen.

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