Zahlen aus Bayern Investitionen trotz Stagnation

Autor / Redakteur: Simone Käfer / Simone Käfer

Türkei, Brexit, Flüchtlinge sind die Themen, die über den Zahlen der bayerischen und speziell der unterfränkischen Metall- und Elektroindustrie kreisen. Allerdings ist die Lage insgesamt gut.

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Manfred Neubert gab die Zahlen der Region bekannt. Bayerns Metal- und Elektroindustrie steht gut da.
Manfred Neubert gab die Zahlen der Region bekannt. Bayerns Metal- und Elektroindustrie steht gut da.
(Bild: Bild: Käfer)

Die Unsicherheiten im Auslandsgeschäft mit ihren bekannten und verborgenen Risiken werden von den niedrigen Rohstoffpreisen und dem günstigen Eurokurs aufgewogen. Daher steht die Geschäftslage in Bayern auch gut da, gab Manfred E. Neubert Anfang August 2016 bekannt. Der Vorsitzende der Geschäftsführung von SKF hat als Vorsitzender des Vorstands der Bayme VBM Region Main Röhn die Ergebnisse der Umfrage des Verbands unter 2700 bayrischen Unternehmen bekannt gegeben.

Von den Befragten belegten 47,7 % das Inlandsgeschäft mit einem positiven Urteil. Auch wenn laut Umfrage in Deutschland mehr Investiert werden wird, seien die Bestrebungen im Ausland höher. Dies liege an mehreren Faktoren; ein oft vergessener sei die Forderung von Kunden ihre Zulieferer nah bei ihren Standorten zu haben, gibt Geschäftsführer der Bayma VBM Geschäftsstelle Unterfranken, Michael Bischof, zu bedenken. Trotz der höheren Investitionen wurde Lage des Auslandsgeschäfts von 45,6 % der Befragten schlechter bewertet als das Inland, von 30 % sogar negativ.

Keine Veränderung

Erwartet wird von den meisten bayrischen Unternehmen eine Stagnation. So gehen 78 % von einer inländischen und 59 % von ausländischen gleichbleibenden Geschäftsentwicklung aus. Hält sich beim Auslandsgeschäft die Einschätzung mit einer Verbesserung von 20 % der Befragten zu einer Verschlechterung bei 21 % die Waage, gehen im Inlandsgeschäft die Meinungen auseinander: 16 % rechnen – oder hoffen – auf eine Verbesserung, 6 % gehen von einer Verschlechterung der Lage aus. Die Einschätzungen aus dem Maschinenbau waren eher positiv gestimmt, der Metallbau äußerte sich vorwiegend negativ.

Der Verband rechnet für das Jahr 2016 mit einem bayernweiten Produktionswachstum von 3 % gegenüber dem Vorjahr und mit einem Rekordniveau an Beschäftigten von 830.000 Menschen. Das wurde zuletzt vor 14 Jahren erreicht, erklärt Neubert.

Neuer Fachkräftemangel wird herauf beschworen

Im Zuge der Investitionspläne wird auch vermehrt nach Mitarbeitern gesucht. Von 13,5 % der befragten bayerischen Unternehmen ist ein leises „Fachkräftemangel” zu hören. Waren es vor kurzer Zeit noch Ingenieure, sind nun IT-Fachkräfte verzweifelt gesucht. Zur Zeit der Umfrage waren 53 % unbefriedigend und 39 % der Informatik-Stellen unbesetzt, ähnlich sehe es bei IT-Facharbeitern aus.

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