Finanzen Investor für insolvente Stahlgießerei gefunden

Von Melanie Krauß

Vor drei Monaten musste die Lüdinghausener Stahl- und Edelstahlgießerei Bischoff erneut Insolvenz anmelden. Inzwischen konnte für den trudelnden Betrieb jedoch ein Investor gefunden werden.

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Bereits nach drei Monaten konnte ein Investor für die insolvente Gießerei Bischoff gefunden werden.
Bereits nach drei Monaten konnte ein Investor für die insolvente Gießerei Bischoff gefunden werden.
(Bild: Thomas M. / Bischoff)

Die Krefelder Unternehmensgruppe Hauffe steigt bei Bischoff als Investor ein. Damit ist die übertragende Sanierung des Geschäftsbetriebs der Gießerei erfolgreich abgeschlossen. Überzeugt habt Hauffe eigenen Angaben zufolge vor allem das Produkt- und Leistungsspektrum.

„Die hochwertigen Produkte aus Stahl und Edelstahl ergänzen das bisherige Angebot unserer Unternehmensgruppe perfekt“, so Geschäftsführer Wolf D. Hauffe. „Zusammen mit unserem Handelsgeschäft für Guss- und Schmiedeprodukte aus Eisen, Stahl und Edelstahl sowie ergänzt um unsere Leistungen in den Bereichen ADI Wärmebehandlung, mechanische Bearbeitung und Beschichtung können wir unseren industriellen Kunden nunmehr einbaufertige Teile und Baugruppen nicht nur aus einer Hand, sondern auf Wunsch auch vollständig aus eigener deutscher Fertigung liefern.“

Die Hauffe-Unternehmensgruppe besteht aus

  • der Hauffe & Kämper GmbH (Lieferung von Eisen-, Stahl- und Edelstahlguss sowie Schmiedematerial von Kleingewichten bis hin zu 35 Tonnen in Einzel- und Serienfertigung)
  • der Brauer Fertigungstechnik GmbH (einbaufertige Bearbeitung komplexer Werkstücke als Lohn- beziehungsweise Auftragsfertiger)
  • der ADI Technik GmbH (Wärmebehandlung nach EN 1564 genormter ADI-Werkstoffe) und
  • der Brauer Fluid-Technik GmbH (Bau und die Reparatur von Hydraulik- und Pneumatikzylindern, allgemeinen Maschinenelementen und Montage ganzer Anlagen).

Nun kommt dazu noch das Unternehmen Bischoff, das zukünftig unter dem Namen Bischoff-Werke firmiert. Laut Insolvenzverwalter Michael Mönig von der gleichnamigen Wirtschaftskanzlei sind nahezu alle Mitarbeiter auf den Erwerber übergegangen. Dies sei sicherlich nicht selbstverständlich angesichts der Herausforderungen, die der Gießereibranche seit Jahren zu schaffen machten.

Für Bischoff geht eine mehrjährige Phase der Unsicherheit zu Ende. So befand sich das Unternehmen bereits im Jahr 2015 in einem Insolvenzverfahren. Die damals gefundene, branchenfremde Investorenlösung stellte sich jedoch als nicht nachhaltig heraus. Auch standen die vormals geschäftsführenden Gesellschafter der Gießerei während des Insolvenzverfahrens nicht mehr zur Verfügung.

Mit der Strukturierung und Durchführung des Investorenprozesses hatte der Insolvenzverwalter die auf Sondersituationen spezialisierte Mentor AG aus Trier beauftragt.

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