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Interoperabilität

IoT und Industrie 4.0: Bosch und IBM starten Kooperation

| Redakteur: Rebecca Vogt

Das Internet der Dinge und Industrie 4.0 haben einen immer stärker werdenden Einfluss auf Unternehmen.
Das Internet der Dinge und Industrie 4.0 haben einen immer stärker werdenden Einfluss auf Unternehmen. (Bild: Bosch)

IBM und Bosch wollen zukünftig im Bereich des Internets der Dinge (IoT) und der Industrie 4.0 zusammenarbeiten. Ziel der Partnerschaft ist es, Kunden Software-basierte Services der Bosch-IoT-Suite über die Plattformen IBM-Bluemix und IBM-Watson-IoT zur Verfügung zu stellen. Millionen von vernetzten IoT-Geräten sollen so effizient aktualisiert werden können.

Bis zum Jahr 2020 werden aktuellen Schätzungen zufolge 20,8 Milliarden vernetzte Geräte im Einsatz sein. Von diesen Geräten erwarten die Kunden, dass sie jederzeit über die neuesten Funktionen und Leistungssteigerungen verfügen. Bosch führt hierzu nun den Service Bosch-IoT-Rollouts für professionelles Gerätemanagement und Cloud-basierte Software-Updates auf den IBM-Plattformen Bluemix und Watson-IoT ein.

Kunden beider Unternehmen haben so über die IBM-Cloud Zugriff auf Bosch-IoT-Rollouts und würden so gleichzeitig von Skalierbarkeit, Flexibilität, Datenschutz und Sicherheit profitieren – allesamt Merkmale, die für Updates vernetzter Geräte sowie für die weitere Entwicklung von IoT und Industrie 4.0 von entscheidender Bedeutung seien.

Neue Ökosysteme als strategische Grundlage

„Das Internet der Dinge verändert sich selbst und alles um uns herum – im Berufs- und Privatleben. Es werden nur diejenigen Unternehmen erfolgreich sein, die fähig sind, in Ökosystemen zusammenzuarbeiten“, sagt Dr. Rainer Kallenbach, CEO von Bosch Software Innovations. „Nur neue Ökosysteme schaffen die strategische Grundlage für offene Plattformen und Interoperabilität. Gemeinsam mit IBM werden wir die Entwicklung neuer IoT-Lösungen für unsere Kunden einfacher und schneller machen.“

Dass Bosch seine Bosch-IoT-Suite-Services nun auch auf IBM-Bluemix und der Watson-IoT-Plattform anbietet, diene unter anderem der kundenspezifischen Anwendungsentwicklung und Laufzeitzwecken. Entwickler von IoT-Lösungen sollen darüber hinaus von der nahtlosen Integration der Watson-IoT-Funktionalitäten profitieren.

Permanente Informationsströme im IoT

„In den kommenden Jahren wird das Internet der Dinge zur größten Datenquelle der Welt werden. Milliarden vernetzter Geräte werden dann in permanenten Informationsströmen Auskunft zu ihrem aktuellen Status, ihrem Standort und ihrer Funktionstüchtigkeit geben“, sagt Harriet Green, General Manager, IBM-Watson-IoT, Cognitive Engagement and Education. „Wir freuen uns, den Kunden in Zusammenarbeit mit Bosch innovative Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen sie personalisierte Services und Erlebnisse für vernetzte Geräte entwickeln können.“

So könnten beispielsweise Automobilhersteller ihre Software-Updates für Millionen von Fahrzeugen im Voraus planen sowie sicher und effizient organisieren – ohne dass die Fahrzeuge dazu in die Werkstatt müssten. Ein Hausgerätehersteller könne Remote-Updates an Tausende von Waschmaschinen und Trockner schicken. Dadurch erhalte jeder Kunde Zugang zu aktuellen Updates. Diese Updates wiederum enthielten neue Services wie beispielsweise die automatische Nachbestellung von Waschmittel.

Verbreitung des IoT fördern

IBM und Bosch sind davon überzeugt, dass das Internet der Dinge mithilfe offener Standards und Open Source erfolgreich sein wird. Daher wollen beide Unternehmen sich auch künftig aktiv in der Eclipse Foundation und dem IIC (Industrial Internet Consortium) engagieren, um die Verbreitung des Internets der Dinge in wichtigen Bereichen zu fördern.

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