Montageautomation Ist die Elektrik immer besser als die Pneumatik?

Autor / Redakteur: Philipp Krups / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Die Pneumatik ist häufig wegen Leckagen und Verlusten in Verruf gekommen. Doch es gibt auch Vorteile, die gegen elektrische Antriebe sprechen. Ein kombiniertes System ist somit sinnvoll.

Oft ist eine Montagelinie, die die Vorteile sowohl der Elektrik als auch der Pneumatik nutzt, die wirtschaftlichere Lösung.
Oft ist eine Montagelinie, die die Vorteile sowohl der Elektrik als auch der Pneumatik nutzt, die wirtschaftlichere Lösung.
(Bild: Krups Automation)

Auf einen Blick

  • Oft wird im Lastenheft der Betreiber die Pneumatik als Leistungsmedium generell ausgeschlossen.
  • Doch es gibt Anwendungen, die zeigen, dass ein Zusammenspiel von pneumatischen und elektrischen Komponenten wirtschaftlicher ist.
  • Die Druckluftverteilung bei geringem Verbrauch ist günstig und die Pneumatikkomponenten sind platzsparend.

Die Druckluft hat in der Industrie den Ruf, die teuerste Energieform zu sein, und ist deshalb in den vergangenen Jahren sehr stark in den Fokus von Optimierungs- und Sparmaßnahmen gerückt. Zudem werden teilweise in den Lastenheften der Unternehmen, gerade bei großflächigen Fördertechnikanlagen, pneumatische Anwendungen nicht mehr zugelassen. Es werden vermehrt komplett elektrische Antriebe und Aktuatoren gefordert. Auf den ersten Blick erscheint die Entscheidung für ein komplett elektrisches System sinnvoll und zielführend.