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Japanischer Partner plant Übernahme von DMG Mori

| Redakteur: Rüdiger Kroh

Die DMG Mori Seiki Co. Ltd. will die Mehrheit an der DMG Mori Seiki AG übernehmen und plant ein entsprechendes Angebot an die Aktionäre. Zudem haben die beiden Unternehmen ein Cooperation Agreement geschlossen, in dem die Ziele für die weitere strategische Entwicklung geregelt sind.

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Aus zwei wird eins: Dr. Masahiko Mori, Präsident der DMG Mori Seiki Co. Ltd. (l.), und Dr. Rüdiger Kapitza, Vorstandsvorsitzender der DMG Mori Seiki AG, haben ein entsprechendes Cooperation Agreement unterschrieben.
Aus zwei wird eins: Dr. Masahiko Mori, Präsident der DMG Mori Seiki Co. Ltd. (l.), und Dr. Rüdiger Kapitza, Vorstandsvorsitzender der DMG Mori Seiki AG, haben ein entsprechendes Cooperation Agreement unterschrieben.
(Bild: DMG Mori )

Die japanische DMG Mori Seiki Co. Ltd. plant ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für die DMG Mori Seiki AG abzugeben. Dies haben die Unternehmen in einer Adhoc-Meldung mitgeteilt. Zudem wurde ein Cooperation Agreement geschlossen, das die Ziele für die strategische Weiterentwicklung der bereits seit 2009 bestehenden deutsch-japanischen Kooperation festhält. Es regele unter anderem den Fortbestand bedeutender Produktionsstandorte, den Erhalt der Arbeitsplätze sowie die zukünftige Unternehmensführung und ziele auf eine weitere Intensivierung der erfolgreichen Kooperation zwischen den Unternehmen ab.

Absicherung der erfolgreichen Kooperation

„Das Zusammenführen der beiden Unternehmen dient der Absicherung der erfolgreichen Kooperation, um so die erarbeiteten Wettbewerbsvorteile zu schützen”, erläuterte Dr. Rüdiger Kapitza, Vorstandsvorsitzender der DMG Mori Seiki AG, in einer Telefonkonferenz. In dem Übernahmeangebot für die ausstehenden Aktien der DMG Mori Seiki AG bietet die DMG Mori Seiki Co. Ltd. allen Aktionären 27,50 Euro je Aktie. Dies entspricht einem Aufschlag von rund 7,5 % auf den Aktienkurs vom 21. Januar. Damit liege der Wert der Aktiengesellschaft bei 2,2 Mrd. Euro.

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Angestrebt werde vorerst eine Beteiligung von mehr als 50 %, langfristig solle der Anteil bei 75 % plus eins liegen. „Dafür haben wir aber einen langen Atem und für den Weg in Richtung zu einem gemeinsamen DMG-Mori-Unternehmen einen Zeitraum bis 2020 vorgesehen”, so Kapitza.

Weitere Straffung der Produktpalette

Als die nächsten Aufgaben hin zu einer Einheit nannte Kapitza die Straffung der Produktpalette. „Wir sind mit über 300 verschiedenen Maschinenmodellen in die Kooperation gegangen, stehen derzeit bei knapp über 200 und wollen in Richtung 100 kommen.” Außerdem werde es eine Zusammenfassung von Komponenten und eine Erhöhung der Fertigungstiefe geben.

Was die zukünftige Unternehmensführung anbelangt, betonte Kapitza, dass er das Unternehmen mindestens noch drei Jahre begleiten werde. „Es wird aber keine Doppelspitze geben und wenn wir dann ein Unternehmen haben, wird dies entsprechend den Mehrheitsverhältnissen von Dr. Mori geführt.”

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