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Jedes vierte Unternehmen sieht Existenz durch Handelsstreit bedroht

| Redakteur: Melanie Krauß

Ein Viertel der Unternehmen sieht durch den Handelsstreit zwischen den USA und China seine Existenz bedroht. Das ist das Ergebnis einer Studie von „Wer liefert was“. 17 % rechnen mit größeren Veränderungen bei der Beschaffung von Rohstoffen.

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Die Befragten gaben an, dass Europa sich in Zukunft wirtschaftlich vor drei Ländern besonders in Acht nehmen sollte: Mehr als die Hälfte sehen China auf dem ersten Platz (52 %), dicht gefolgt von den USA (48 %) und Russland (40 %).
Die Befragten gaben an, dass Europa sich in Zukunft wirtschaftlich vor drei Ländern besonders in Acht nehmen sollte: Mehr als die Hälfte sehen China auf dem ersten Platz (52 %), dicht gefolgt von den USA (48 %) und Russland (40 %).
(Bild: Adobe Stock)

Der Handelsstreit zwischen den USA und China belastet nach wie vor die Weltwirtschaft und hat sich mittlerweile auf einen Handelskonflikt zwischen den USA und der Türkei ausgeweitet. Europa befindet sich laut „Wer liefert was“ aktuell in einer Sandwich-Position. Der B2B-Marktplatz hat über 500 deutsche Entscheider befragt, welche Auswirkungen aus ihrer Sicht auf Europa zukommen. Insgesamt sieht ein Viertel der Befragten die Existenz des eigenen Unternehmens aufgrund des Handelsstreits bedroht.

Das Gefühl der Existenzbedrohung wächst laut den Studienergebnissen mit der Größe des Unternehmens: Sehen 26 % bei einer Mitarbeiterzahl von 50 bis 249 die Existenz bedroht, sind es 32 % bei 250 bis 499 Mitarbeitern und bei 500 und mehr Mitarbeitern sind es sogar 39 %. Auf der anderen Seite denken ganze 62 % der Befragten, dass Europa gut für einen Handelsstreit mit den USA gerüstet ist – nur ein gutes Drittel (38 %) sieht das anders.

Trotzdem wünscht sich die Mehrheit eine schnelle Beendigung des Handelsstreits zwischen Europa und den USA: rund zwei Drittel lehnen ihn ab (68 %). Befragt zu den Folgen des Handelsstreits, sehen die Befragten teils positive, teils negative Entwicklungen. Am ehesten stellen sie sich auf eine Verlagerung der Absatzmärkte ein (30 %). 28 % rechnen mit weniger Absatz in den USA, China oder Indien. Fast jeder fünfte (18 %) glaubt, dass die Umsätze steigen werden. Mit 17 % schätzen allerdings fast genauso viele, dass die Umsätze sinken könnten. Ein knappes Drittel ist der Meinung, dass es keine Folgen durch den Handelsstreit geben wird (32 %).

Bei der Beschaffung von Rohstoffen geht der Großteil der Befragten (46 %) davon aus, dass es kaum Veränderungen durch den Handelsstreit geben wird, da sie diese vorwiegend aus Europa beziehen und keine neuen Lieferanten suchen müssen. Geringe Veränderungen werden von einem Drittel der Umfrageteilnehmer erwartet. 17 % rechnen mit größeren Veränderungen, nur 6 % glauben, dass starke Veränderungen auf sie zukommen werden.

„Die Auswirkungen von US-Strafzöllen für die deutsche Wirtschaft sind schwer einschätzbar. Sicher ist jedoch, dass das Gros der europäischen Wirtschaft nichts gewinnen wird”, prognostiziert Peter F. Schmid, CEO von „Wer liefert was“.

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