Lapp Kabel Kabel für die exportorientierte Industrie

Neu im Lapp-Portfolio und UL-zertifiziert sind die extrem robusten Einaderleitungen Ölflex Chain 90 P/CP für den Einsatz in Schleppketten, die abriebfeste Ölflex 409 P sowie die Ölflex Heat 180 SiF A, eine Einzelader mit Silikonisolation. Außerdem sind nun alle Epic-Rechtecksteckverbinder UL50-zertifiziert.

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Im Gegensatz zu herkömmlichen PUR-Leitungen haben die Ölflex 408 und 409 P eine zwickelfüllende Funktionsschicht mit optimiertem Einreißverhalten.
Im Gegensatz zu herkömmlichen PUR-Leitungen haben die Ölflex 408 und 409 P eine zwickelfüllende Funktionsschicht mit optimiertem Einreißverhalten.
(Bild: Wolfram Scheible)

Maschinenbauer, die Produkte in Nordamerika anbieten wollen, sind oft mit Zertifizierungsvorschriften konfrontiert, die von den europäischen Normen abweichen. Zumindest bei der Verbindungstechnik können sich die Hersteller entspannen. Denn immer mehr Kabel und Stecker aus dem Lapp-Portfolio sind nach UL zertifiziert und damit für den nordamerikanischen Markt zugelassen. Die 1894 gegründeten „Underwriters Laboratories“ sind vergleichbar mit dem deutschen TÜV und in den USA für die technische Sicherheit zuständig. Für exportorientierte Unternehmen sind Verbindungslösungen mit UL-Zertifikat besonders interessant, denn damit können sie mit einem Produkt mehrere Märkte abdecken.

Die Neuheiten im Detail sind nun:

Ölflex Chain 90 P / CP: Robust und flexibel

Das neue Mitglied im Ölflex-Portfolio ist eine hochflexible Einzelader-Powerleitung für Einsatzzwecke, wo andere Kabel schnell schlappmachen würden, insbesondere in Energieführungsketten, wo sie millionenfach hin und her bewegt werden können, so der Hersteller. Und selbst bei klirrender Kälte gilt nach Aussage von Lapp: Die Leitung ist für Temperaturen bis –40 °C dauerbewegt einsetzbar. Der schwarze, UV-beständige Polyurethan-Mantel sei zudem äußerst ölbeständig und abriebfest. Die halogenfreie Leitung gibt es ungeschirmt (Ölflex Chain 90 P) oder geschirmt (Ölflex Chain 90 CP). Beide sind laut Lapp UL- sowie cUL-zertifiziert.

Ölflex 409 P: Hart im Nehmen und leicht zu verarbeiten

Leitungen mit Polyurethanmantel trotzen hoher mechanischer Belastung, mineralölbasierten Schmiermitteln, verdünnten Säuren, wässrigen alkalischen Lösungen und anderen chemischen Medien. Die Widerstandsfähigkeit bringt allerdings auch Nachteile mit sich: Der reißfeste und kerbzähe PUR-Mantel lässt sich bei zu geringer Einschnitttiefe oft nur schwer entfernen und erfordert deshalb äußerst exakte Werkzeugeinstellungen, damit man nicht zu tief schneidet und die darunterliegende Aderisolation beschädigt. Die UL-zertifizierte Ölflex 409 P löst diesen Konflikt. Die schwarze, UV-beständige Leitung hat eine zwickelfüllende Funktionsschicht mit optimierten Einreißeigenschaften, welche die Adern schützen soll und das Einschneiden und Abziehen des Außenmantels erleichtere und sicherer machen soll. Die Leitung gibt es als Ölflex 408 P auch VDE-zertifiziert in der Farbe Grau.

Ölflex Heat 180 SiF A – Einzelader mit Silikonisolation

Vor allem für den Einbau in Schaltschränken gedacht sind Einzeladern, die Lapp in zahlreichen Varianten anbietet. Die Ölflex Heat 180 SiF A sticht gleich in mehrfacher Hinsicht heraus: Die Leitung erfülle die Anforderungen gemäß Zertifizierung UL AWM Style 3644 hinsichtlich Temperatur (bis 150 °C) und Spannung (bis 1000 V), außerdem sie ist laut Lapp halogenfrei.

Skintop Inox NPT: Kabelverschraubung für hohe Ansprüche

Ebenfalls für den amerikanischen Markt gibt es die Edelstahl-Kabelverschraubung Skintop Inox NPT mit dem in den USA gebräuchlichen NPT (National Pipe Thread)-Gewinde. Die Skintop Inox sei für verschiedenste Anwendungsbereiche geeignet – zum Beispiel auch für die Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie, denn durch Material und Formgebung entspreche sie den hohen Hygieneanforderungen dieser Branchen. Das abgerundete Design mit wenigen Ecken und Kanten minimiere die Ablagerung von Staub, Schmutz oder Speiseresten. Zudem lasse sich die Verschraubung dank der runden Formen auch besonders leicht säubern. Weil als Werkstoff Edelstahl verwendet wird, ist Oxidation kein Thema. Das sehr dauerhafte Material bietet auch für andere Anwendungen mit harschen Umgebungsbedingungen große Vorteile, zum Beispiel bei Offshore-Anwendungen.

Epic: Rechtecksteckverbinder UL-zertifiziert

Keine Gedanken über die Zertifizierung für den nordamerikanischen Markt müssen sich Kunden bei den Rechtecksteckverbindern Epic machen. Alle sind laut Lapp ab sofort nach UL50 zertifiziert, der Norm für die Dichtigkeit von Steckverbindergehäusen. Außerdem wurden die Einsätze für die Epic H-BE-Rechtecksteckverbinder nach UL 508A zertifiziert – damit sind sie auch in Nordamerika in Schaltschränken einsetzbar.

Epic Ultra H-B: Auch offen sicher verschlossen

Auch Zubehör ohne elektrische Funktion kann für den nordamerikanischen Markt eine Zulassung erfordern. Das gilt etwa für die Lebensmittelindustrie und den neuen Schutzdeckel für Epic-Stecker. Der Schutzdeckel aus lebensmittelverträglichem Kunststoff ist laut Lapp auf die Anforderungen der Lebensmittelindustrie zugeschnitten. Er schließt den Sockel des Steckverbinders wasserdicht ab, auch wenn die Anschlüsse während des Reinigungsvorgangs getrennt sind, heißt es. Er besteht aus blauem Kunststoff mit korrosionsgeschützten Verriegelungselementen aus Edelstahl und ist von der US-amerikanischen Food and Drug Administration zugelassen, heißt es weiter.

Die hochflexible Einzelader-Powerleitung Ölflex Chain 90 P ist besonders für die Verwendung in Energieführungsketten auch unter schwierigen Umweltbedingungen geeignet, so Lapp. MM

* U. I. Lapp GmbH, 70565 Stuttgart

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