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Medizintechnik

Kabel für hohe Ansprüche

23.11.2009 | Autor / Redakteur: Reinhold Schäfer / Reinhold Schäfer

Neue Möglichkeiten zum Patientenschutz bei medizinischen Behandlungen bietet dieser, auf Lichtwellenleitern basierende, taktile Sensor. Bild: Leoni
Neue Möglichkeiten zum Patientenschutz bei medizinischen Behandlungen bietet dieser, auf Lichtwellenleitern basierende, taktile Sensor. Bild: Leoni

Besonders hohe Anforderungen hinsichtlich der Qualität, der Oberflächenstruktur und der Haltbarkeit werden in der Medizintechnik an die Kabel gestellt. Sind die Kabel in Geräten eingebaut, müssen sie weltweit allen Prüfkriterien standhalten und kommt gar Kontakt mit Patienten infrage, eliminiert ein antibakterieller Mantel pathogene Mikroorganismen fast vollständig.

Meist nimmt man sie nicht wahr: Sie liegen versteckt hinter Abdeckungen oder sind in Geräten eingebaut. Nur wenn man über sie stolpert, wird einem schmerzlich bewusst, dass man Kabel noch immer benötigt, um Energie oder Daten zu übertragen. Geht es dabei um hochsensible Daten wie in der Medizintechnik, wo unter Umständen über Leben und Tod entschieden wird, müssen die Kabel sogar ganz besonderen Anforderungen genügen.

Kabellieferant muss Anforderungen kennen

Hartmut Kehrbach, Geschäftsführer der Labor Biomedical Technologies, Ahrensburg, eines Herstellers von Blutgerinnungsmessgeräten, bestätigt dies: „Die Anforderungen des Marktes an medizintechnische Messgeräte steigen ständig. Sie sollen unter allen Umständen zuverlässige Messergebnisse liefern. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an die zum Einsatz kommenden elektrischen Komponenten, die jederzeit über Jahre störungsfrei funktionieren und gleichzeitig weltweit alle notwendigen gesetzlichen Vorgaben und Qualitätsnormen einhalten müssen.“

Geht es dabei um die Frage der Kabelkonfektionierung, arbeitet das Unternehmen mit der Adapt Elektronik zusammen. Die neueste Entwicklung ist das Blutgerinnungsmessgerät Coalab 1000. Das Gerät ist modular aufgebaut, um es jederzeit an sich verändernde Laboranforderungen anpassen zu können.

Kabel müssen alle Prüfungen weltweit bestehen

„Von der Kabelzeichnung, der Steckerbelegung bis hin zur Dokumentation – wir verlassen uns grundsätzlich auf unseren Kabellieferanten, der sich neben den technischen Spezifikationen auch im Themenumfeld Medizinnormen bestens auskennen muss, damit unsere medizinischen Geräte weltweit allen Prüfkriterien standhalten“, macht Hartmut Kehrbach die Zusammenarbeit mit seinem Zulieferer deutlich. „Passieren Regelverstöße in Europa, erhält man noch die Gelegenheit nachzubessern. In Amerika dagegen verstößt man gegen geltende FDA-Gesetze, die immer einen Einfuhrstopp aller Produkte nach sich ziehen. Und dann wird es richtig teuer!“

Die technischen Anforderungen der weltweiten Märkte seien im Laufe der letzten Jahre sehr stark gestiegen. Das betreffe unter anderem auch das Thema der elektromagnetischen Verträglichkeit. Denn die elektrischen Grenzwerte werden vor allem in Krankenhäusern immer weiter reduziert.

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