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Pflitsch Kabelführung seit 90 Jahren im Fokus

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Das Motto „Wir überschreiten Grenzen“ hat sich Pflitsch auf die Fahnen geschrieben. Das Unternehmen feierte am 1. Juli sein 90-jähriges Bestehen. Seit 1919 habe man immer wieder Neues gedacht und Ungewöhnliches gewagt. Heute bietet der Spezialist aus Hückeswagen Kabelverschraubungen und Kabelkanalsysteme sowie Dienstleistungen für die sichere Kabelführung im industriellen Umfeld.

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In modernen Räumen feierte das Unternehmen Pflitsch sein 90-jähriges Bestehen. Bild: Pflitsch
In modernen Räumen feierte das Unternehmen Pflitsch sein 90-jähriges Bestehen. Bild: Pflitsch
( Archiv: Vogel Business Media )

Elektrisches Licht, Haushaltsgeräte wie Bügeleisen oder Staubsauger fanden nach dem 1. Weltkrieg eine immer weitere Verbreitung. Ernst Pflitsch hatte die Idee, mit einer eigenen Firma an dem rasanten Fortschritt der elektrotechnischen Industrie, der fortschreitenden Elektrifizierung deutscher Fabriken und Haushalte partizipieren zu wollen. Sein Schulfreund Marx, der nach Indien auswanderte, um die Elektrifizierung in den britischen Kolonien weiterzuentwickeln, versprach die Abnahme großer Mengen elektrotechnischer Artikel.

Auf dem Anwesen der Schwiegereltern startete Ernst Pflitsch am 1. Juli 1919 seine „Elektrotechnische Fabrik Ernst Pflitsch & Co.“ Die Fertigung umfasste Leuchtenzubehör, Lüsterklemmen und Stecker sowie Bauelemente für elektrische Geräte, Muttern, Stifte und Schrauben aus Messing.

Neue Märkte wurden erschlossen

Neben deutscher Kundschaft und der Handelsbeziehung nach Indien gelang es bald, neue Märkte in Holland und Dänemark zu erschließen. Seit 1933 vertrieb Pflitsch – über einen Balkanvertreter in Wien – Waren nach Rumänien und Griechenland, wenige Jahre später auch nach Bulgarien, Ungarn, Jugoslawien, in die Türkei und nach Palästina. Schalttafelbolzen, Metallteile für Kontaktschrauben, Metallteile zu Schaltern und Fassungen gehörten zu den gefragten Erzeugnissen.

Damit die Produkte deutlich vom Wettbewerb unterscheidbar waren, entwickelte Ernst Pflitsch eine Kennzeichnung aus den Zeichen für Gleichstrom (gerade Linie) und für Wechselstrom (gewellte Linie) sowie den beiden ineinander verschlungenen Buchstaben P und F – das Firmenlogo, das von dieser Zeit an die Pflitsch-Artikel individuell kennzeichnete.

Schon vor dem 2. Weltkrieg begann mit dem Umzug auf das Gelände in Hückeswagen eine neue Ära. Nach Kriegsende gelang mit den Söhnen Hans-Georg und Karl-Hermann Pflitsch der Einstieg der nächsten Generation. Aus Mangel an Fachkräften musste auch Tochter Margret mitarbeiten. Am 5. Mai 1946 wurde Harald als ältester Sohn von Hans-Georg geboren: die 3. Generation. 1947 trat Otto, der jüngste Sohn von Ernst Pflitsch, in das Unternehmen ein.

Erste Vertretungen vertrieben Pflitsch-Produkte

Otto Pflitsch war ein Tüftler. Im engen Kontakt zu Kunden entwickelte er das Gefühl für den Elektromarkt. Unter seiner Regie fanden sich erste Vertretungen, die Pflitsch-Produkte in verschiedenen Regionen vertrieben. Weil sich die Fertigung von Bauelementen für die Hausinstallation aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs als Sackgasse entpuppte, war es an der Zeit, neue Wege einzuschlagen und Grenzen zu überschreiten.

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