Autodesk Kabinenkomponente für Flugzeuge aus dem 3D-Drucker

Redakteur: Stefanie Michel

Autodesk und Airbus stellten auf der Hannover-Messe 2016 eine Kabinenkomponente für ein Verkehrsflugzeug vor, die additiv gefertigt wurde.

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Aus den gedruckten Einzelteilen wird am Ende die fertige Kabinenkomponente zusammengesetzt.
Aus den gedruckten Einzelteilen wird am Ende die fertige Kabinenkomponente zusammengesetzt.
(Stahl)

Als Grundlage für die so hergestellte Trennwand dienten laut Autodesk Algorithmen, die Zellstrukturen und Knochenwachstum nachbilden. Sie würden die Natur nachahmen, weil diese Wachstumsstrukturen enthalte, die ideal für die Ansprüche der Luftfahrt seien. So sei es möglich, Teile stabil und zugleich leicht zu fertigen.

Laut Autodesk sind die so entstandenen Baugruppen 45 % leichter als die bisher verwendeten Trennwände. Airbus rechnet mit einer Einsparung von insgesamt 465.000 t CO2 im Jahr, bezogen auf die noch zu fertigenden Flugzeuge vom Typ Airbus A320.

Die komplexe Berechnung der generativen Gestaltung wurde durch Cloud-Computing ermöglicht. Weil das generative Design mit herkömmlichen Fertigungstechniken an seine Grenzen komme, wurde der 3D-Druck gewählt, so Autodesk weiter. Als Material hat man Scalmalloy gewählt. Diese Aluminium-Magnesium-Scandium-Legierung dehne sich, bevor sie breche. Laut Autodesk ist es die bisher größte Kabinenkomponente für ein Verkehrsflugzeug, die im 3D-Druck gefertigt wurde.

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