Google+ Facebook Twitter XING LinkedIn GoogleCurrents YouTube

Mensch-Roboter-Kollaboration

Keine Angst vor Robotern

| Autor / Redakteur: Victoria Sonnenberg / Victoria Sonnenberg

In dem BMW-Werk in Spartanburg im amerikanischen Bundesstaat South Carolina ist die direkte Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine bereits Alltag. Ohne Schutzzaun arbeiten Roboter des dänischen Herstellers Universal Robots Hand in Hand mit den menschlichen Mitarbeitern.
In dem BMW-Werk in Spartanburg im amerikanischen Bundesstaat South Carolina ist die direkte Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine bereits Alltag. Ohne Schutzzaun arbeiten Roboter des dänischen Herstellers Universal Robots Hand in Hand mit den menschlichen Mitarbeitern. (Bild: BMW Group)

Bislang zählte die Automobilindustrie zur ersten Adresse der Mensch-Roboter-Kollaboration. Weil die Arbeit mit dem Roboter für Anwender immer einfacher wird, soll die Automatisierung bald auch bei Mittelständlern zur Normalität werden. Die Ergonomie, aber auch der Fertigungs- und Konkurrenzdruck sprechen dafür. Zudem eröffnet die Automatisierung den unterschiedlichsten Branchen neue Einsatzmöglichkeiten. Niemand sollte dabei Angst vor Chancen haben.

Während unter anderem das Pentagon und Google vermehrt ihren Fokus auf autonome Systeme wie Drohnen und Fahrzeuge richten, sucht die Industrie, insbesondere das produzierende Gewerbe, nach integrativen, kollaborativen Lösungen. Die einen wollen den Menschen ersetzen, die anderen streben nach Systemen, die Mensch und Roboter zu einer sich ergänzenden Einheit von Intelligenz und Produktivität verschmelzen. Oberstes Gebot ist dabei, das Beste beider Welten im gegenseitigen Einverständnis zu verheiraten.

Heute sind wir dieser Vorstellung näher denn je, denn vorbei sind die Zeiten einer zaghaften Annäherung der Roboter an den Menschen. Zu viele Branchen sehen die Vorteile und somit auch die Einsatzmöglichkeiten der seelenlosen, aber tatkräftigen Unterstützer. „Die Mensch-Roboter-Kollaboration verändert die industrielle Fertigung. Dabei hat sich das Image des Roboters als laute, große gefährliche Maschine mittlerweile deutlich gewandelt“, sagt Esben H. Østergaard, CTO bei Universal Robots.

Einen klaren Tenor setzte auf diesem Gebiet die letzte Automatica 2014, nämlich dass Roboter und Menschen in unmittelbarer Zukunft noch stärker zusammenarbeiten werden. Auch die diesjährige Hannover-Messe wird die nächste Generation der Robotik fokussieren und einem mehr als interessierten Fachpublikum zugänglich machen. Führende Roboterhersteller werden zeigen, wie die Robotik zum Schlüssel zu mehr Wettbewerbsfähigkeit und Flexibilität in der Produktion werden kann. Dabei rückt nicht nur die Zusammenarbeit beider Spezies näher in den Fokus, sondern zunehmend auch der Roboter näher an seine lebendigen Kollegen heran. „Die Technik muss künftig in der Lage sein, sich auf veränderte Randbedingungen und Eingriffe des Menschen einzustellen“, bringt es Dr.-Ing. Alexander Hildebrandt, Research Mechatronic Systems, Festo, auf den Punkt.

Mit mehr Sicherheit zu mehr Mensch-Roboter-Kollaborationen

Gründe, dass Roboter vermehrt auf Tuchfühlung gehen dürfen und auch umgekehrt, sind unter anderem „bahnbrechende Safety-Funktionen“, wie sie Stäubli im CS9-Controller seiner TX2-Generation auf der letzten Automatica vorstellte. Eine Vielzahl dieser Sicherheitsfunktionen, wie beispielsweise Safe Speed und Safe Stop, bildet die Grundlage für eine sichere Mensch-Roboter-Kollaboration ohne notwendigen Schutzzaun. Denn dank integrierter Sensorik macht der Roboter seine zu nahe kommenden Bediener aus und reduziert automatisch seine Geschwindigkeit, in der er ohne großes Aufheben weiterarbeitet. Sobald der Roboter sich wieder allein in seiner programmierten „Wohlfühlzone“ weiß, fährt er die Geschwindigkeit auf sein vorheriges Level hoch und arbeitet wie gewohnt weiter. Die TX2-Sechsachser-Baureihe mit der Steuerung CS9 ist vom TÜV zertifiziert und erfüllt die Anforderungen der Sicherheitskategorie SIL3-Ple.

Ergänzendes zum Thema
 
Soft-Robotics und ihre Antriebstechnologien
Soft-Robotics ist eine neue Disziplin in der Mensch-Roboter-Interaktion. Eine ihrer Herausforderungen ist die Entwicklung von intrinsisch nachgiebigen Antriebstechnologien.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43163453 / Montage/Handhabung/Robotik)

Themen-Newsletter Automatisierung abonnieren.
* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung und AGB einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.

Meistgelesene Artikel

Lamborghini bekommt flexibelste Lackieranlage der Welt

Lackieren

Lamborghini bekommt flexibelste Lackieranlage der Welt

10.04.18 - Individuelle Lackierungen sind in der neuen Lackiererei von Lamborghini problemlos möglich. Ein neuartiges Anlagenlayout und die intelligente Anlagensteuerung mit dem Produktionsleitsystem E-MES machen den Weg frei, wie der Böblinger Anlagenhersteller Eisenmann mitteilt. lesen

Was Sie jetzt über die Datenschutz-Grundverordnung wissen müssen

Tipps zur DSGVO

Was Sie jetzt über die Datenschutz-Grundverordnung wissen müssen

16.04.18 - 2018 wird es ernst, am 25. Mai endet die Übergangsfrist für die Europäische Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO). Damit werden die Datenschutzregeln für Unternehmen und Behörden deutlich strenger. Viele bisherige Datenschutzmaßnahmen müssen hinterfragt, aktualisiert oder erweitert werden. Die Zeit läuft. Viele Unternehmen laufen hinterher. lesen

BMW investiert über 10 Mio. Euro in 3D-Druck

F&E

BMW investiert über 10 Mio. Euro in 3D-Druck

19.04.18 - Die BMW Group plant einen einen Campus für Additive Fertigung in Oberschleißheim, nördlich von München, für mehr als 10 Mio. Euro. lesen