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Bürokratiecheck Kennen Sie eigentlich GoBD?

| Redakteur: Jürgen Schreier

Immer noch gibt es im produzierenden Gewerbe viele Entscheider, die zu wenig über die Neuerungen der „Grundsätze zur ordnungsgemäßen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD)” wissen. Das ergab eine aktuelle Umfrage zur Bürokratie im Mittelstand von TNS Emnid im Auftrag von Sage.

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Dr. Thomas Scholtis, CFO von Sage in Deutschland: „Für alle, die sich noch schlecht vorbereitet fühlen, wird es höchste Zeit, ihre Hausaufgaben zu machen. Schließlich gelten die GoBD schon seit Jahresbeginn.”
Dr. Thomas Scholtis, CFO von Sage in Deutschland: „Für alle, die sich noch schlecht vorbereitet fühlen, wird es höchste Zeit, ihre Hausaufgaben zu machen. Schließlich gelten die GoBD schon seit Jahresbeginn.”
((c) Uwe Noelke)

Demnach fühlen sich 63 % der Entscheider der 134 befragten Branchenvertreter gut oder sehr gut auf die Neuerungen durch die GoBD vorbereitet. Allerdings gab ein Viertel der Befragten (25 %) an, sich schlecht oder sehr schlecht vorbereitet zu fühlen. Zwölf Prozent der Befragten machten keine Angaben.

GoBD sind bereits gültig!

„Dass laut Umfrage fast zwei Drittel der Befragten sich gut auf die Neuerungen der GoBD vorbereitet fühlen, spricht für die Unternehmer im produzierenden Gewerbe. Und für alle, die sich noch schlecht vorbereitet fühlen, wird es höchste Zeit, ihre Hausaufgaben zu machen. Schließlich gelten die GoBD schon seit Jahresbeginn”, kommentiert Dr. Thomas Scholtis, CFO von Sage in Deutschland, die Ergebnisse der Studie. Er rät weiter: „Auch arbeiten noch nicht alle Software-Lösungen GoBD-konform. Wir bieten beispielsweise für unsere kaufmännische Lösung Sage 50 extra Zusatzfunktionen. Fragen Sie daher Ihren Hersteller, ob auch er die GoBD-Richtlinien erfüllt.“ Scholtis verweist außerdem auf den kostenlosen Ratgeber, den sich Kunden und Nicht-Kunden kostenlos unter http://landing.sage.de/gobd/ herunterladen können.

GoBD gelten auch für Zeiterfassung, Lohnabrechnung und Warenwirtschaft

Mit den GoBD hat das Bundesfinanzministerium die Anforderungen an die Aufbewahrung elektronischer Belege definiert. Auch wenn viele Bestimmungen nicht komplett neu sind, gibt es diverse Änderungen in verschiedenen Bereichen. Die GoBD gelten für alle Unternehmen. Dies schließt auch Freiberufler und Kleinbetriebe ein. Dort aber fehlt es häufig sowohl am kaufmännischen Wissen, als auch an der erforderlichen Software.

Hinzu kommt, dass die GoBD nicht nur für die Finanzbuchhaltung gelten, sondern auch für andere Systeme wie Zeiterfassung, Lohnabrechnung oder Warenwirtschaft. Das mit der neuen Vorschrift eingeführte Zeitlimit von 10 Tagen für Vorgangsbuchungen zwingt viele Firmen außerdem zu Änderungen ihrer Buchungsabläufe und erschwert die Verschiebung von Rechnungen aus steuertaktischen Gründen.

Auf GoBD-zertifizierte Software achten

Kleine und mittlere Unternehmen, die ihre Daten und Dokumente aus Finanzbuchhaltung, Warenwirtschaft oder E-Mail konform der GoBD-Richtlinien erstellen, verarbeiten und archivieren möchten, sollten sich vor allem mit integrierten IT-Lösungen befassen. Sage 50 etwa, die neue kaufmännische Software von Sage für Existenzgründer und kleine Betriebe, ist von vornherein auf die neuen GoBD-Richtlinien ausgelegt und bereits als eine der ersten Software-Lösungen nach den Vorgaben der GoBD zertifiziert.

Das optional erhältliche Betriebsprüferarchiv unterstützt Anwender bei der Erfüllung der neuen Vorschriften, indem es zum einen sämtliche steuerrelevanten Belege bestimmungsgemäß aufbewahrt, und zum anderen mit dem externen Betriebsprüfer-Zugriff, den Arbeitsalltag bei einer Steuerprüfung nicht unterbricht.

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