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China Market Insider KI in der Fertigungsindustrie soll stärker gefördert werden

Autor / Redakteur: Henrik Bork / M. A. Benedikt Hofmann

China kündigt Großes in den Bereichen Künstliche Intelligenz und IIOT an und an den Börsen im Reich der Mitte knallen die Sektkorken – auch dank gezielter Regierungspropaganda.

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Unter dem Titel „China Market Insider“ berichtet der MM Maschinenmarkt ab jetzt regelmäßig aus dem chinesischen Markt.
Unter dem Titel „China Market Insider“ berichtet der MM Maschinenmarkt ab jetzt regelmäßig aus dem chinesischen Markt.
(Bild: ©vegefox.com - stock.adobe.com)

Künstliche Intelligenz könnte in den kommenden Jahren zu einem der größten Wachstumstreiber der Fertigungsindustrie in China werden. Bis zu 7 Billionen USD (rund 6,2 Billionen Euro) BIP-Wachstum könne die Hochzeit der Algorithmen mit der „realen Welt” des fertigenden Gewerbes allein innerhalb der kommenden zehn Jahren in China erzeugen, sagte Li Qiang, der Geschäftsführer SAP China. Auf 15,7 Billionen USD (rund 13,9 Billionen Euro) BIP-Wachstum schätzte Li das Potenzial für die globale Fertigungsindustrie. Li sprach vor führenden chinesischen Parteifunktionären auf der „World Artificial Intelligence Conference” (WAIC), die am 9. Juli in Shanghai begonnen hat. Die kommunistische Partei- und Staatsführung betrachtet KI als einen wichtigen Baustein in ihrer Strategie, China bis 2030 zu einer technologischen Großmacht zu machen.

Wie ambitioniert diese Pläne aus gegenwärtiger Sicht noch klingen, verdeutlichten zwei andere von dem SAP-Manager zitierte Zahlen. 50 % aller KI-Anwendungen in China entfielen derzeit auf die Internet-, Finanz-, Transport- und Sicherheits-Industrien. Auf die Fertigungsindustrie dagegen, die rund die Hälfte der chinesischen Wirtschaft ausmacht, kommen bislang nur nur 5 % aller KI-Anwendungen des Landes. Li Qiang habe damit ein großes „Ungleichgewicht” in der Entwicklung der Künstlichen Intelligenz in China beim Namen benannt, kommentierte die Wirtschaftszeitung Diyi Caijing. Positiv formuliert habe er jedoch auch das gewaltige Potenzial benannt, dass eine gezielte Förderung der KI für Chinas Fertigungsindustrie bereithalte, schrieb das Blatt. Li sagte voraus, bis zum Jahr 2025 könnten 60 % aller Geschäftsprozesse durch Algorithmen erledigt werden.