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Interpart/Surfacts

Klare Ausrichtung der Messen bringt mehr Nutzen

| Autor/ Redakteur: Josef Kraus / Josef-Martin Kraus

Der Erfolg der beiden Messen Interpart und Surfacts gründet für den Veranstalter auf einem klar strukturierten Ausstellungsspektrum, das Zulieferteile sowie Oberflächenveredelung und -beschichtung als Dienstleistung umfasst. So wissen die Besucher, was sie erwartet: zwei Messen, die bei Produktentwicklungen Synergieeffekte bieten.

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Auf der Fachmesse Interpart werden nicht nur Kundenkontakte gepflegt und neu geknüpft. Es kommt auch zur konkreten Geschäftsanbahnung. Bild: K & R
Auf der Fachmesse Interpart werden nicht nur Kundenkontakte gepflegt und neu geknüpft. Es kommt auch zur konkreten Geschäftsanbahnung. Bild: K & R
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Fachmesse Interpart ist für Aussteller immer wieder Ausgangspunkt für gute Geschäfte. Dort werden nicht nur Kundenkontakte gepflegt und neu geknüpft. Es kommt auch zur konkreten Geschäftsanbahnung, sogar in Form von „Anfragen in Hardkopie“, wie ein Aussteller auf der Messe im vergangenen Jahr resümierte.

Interpart und Surfacts bieten Synergieeffekte

Der Grund für dieses erfreuliche Ergebnis ist laut Messeveranstalter einerseits „die fachliche Qualifikation und Entscheidungskompetenz der Besucher“. Andererseits hat er die beiden zeitgleich stattfindenden Messen Interpart und Surfacts als klar umrissene Plattformen für Produkte und Dienstleistungen positioniert: für Zulieferteile, Lohnveredelung und -beschichtung.

Diese Ausrichtung hat sich bewährt. Von Anfang an verzeichneten die beiden Messen Zuwachsraten bei Ausstellern und Besuchern. So sind diesmal auf der Interpart rund 380 Aussteller aus der Zulieferbranche vertreten. Sie beliefern den Fahrzeug-, Maschinen- und Anlagenbau, aber auch die Elektro- und Medizintechnik – und stehen dabei häufig im zweiten und dritten Glied der Fertigungskette.

Dort ist viel Flexibilität erforderlich. So hat man sich im Fahrzeugbau auf die Modellvielfalt der Hersteller eingestellt. Außerdem wird immer mehr Engineering auf die Zulieferbranche übertragen, so dass sich viele der Aussteller auf der Interpart auch als Bauteil-, Komponenten- oder Systementwickler präsentieren.

Immer mehr Kooperationen zwischen den Zulieferern

Das ist zum Beispiel auf dem Gemeinschaftsstand des Leichtbau-Clusters Landshut der Fall, auf dem Zulieferer, Hochschulen und Institute zusammen Entwicklungsergebnisse präsentieren werden: zum Beispiel eine Crash-Box aus dem Mineralverbundwerkstoff Imval. Diese Prototypbox besteht aus zellularem, kugelförmigem Granulat (Recyclingglas), das in eine Metall- oder Kunststoffmatrix eingebettet ist und eine hohe Energieabsorption ermöglicht. In Crash-Tests schnitt dieses Verbundteil nicht nur besser ab als konventionelle Kunststoff- und Metallschäume, es habe auch – so heißt es – ein höheres Leichtbaupotenzial.

Zwischen den Zulieferern wird immer häufiger kooperiert. Als Gründe dafür werden kurze Entwicklungszyklen und steigende Qualitätsanforderungen angeführt, zum Beispiel im Fahrzeugbau. Dort liegt die Fertigungstiefe der Fahrzeughersteller gerade noch bei 25%. Aufgrund dieser Verlagerung wurden Fertigungsspezialisten in der Zulieferkette erforderlich.

Zulieferer haben sich auf bestimmte Fertigungsverfahren spezialisiert

Die Zulieferer haben sich auf bestimmte Fertigungsverfahren, inklusive Engineering und Montage, spezialisiert: meist auf das Gießen, Schmieden, Umformen, Zerspanen oder die Kunststoffverarbeitung, wenn man das Produktspektrum der Aussteller auf der Interpart zum Maßstab nimmt, das zunehmend auch eine Oberflächenveredelung umfasst. Sie verleiht dem Produkt Funktionen, die der Substratwerkstoff nicht liefern kann – dafür jedoch die Aussteller der Surfacts.

So bieten die beiden Messen Synergieeffekte. Daraus ergibt sich laut Messeveranstalter „ein deutlicher Mehrwert“ für die Besucher, etwa in Sachen Korrosionsschutz, der aufgrund der seit Juli 2007 gültigen EU-Altautoverordnung bei den über 110 Ausstellern der Surfacts einer der Schwerpunkte sein wird.

Ein anderer Schwerpunkt ist die Verschleißbeständigkeit. Außer an den Ständen von Ausstellern wie AIMT, Bodycoat Surface Engineering und Ionbond widmet man sich auch auf dem Fachforum der Surfacts dieser Oberflächenthematik. Reibung, Verschleiß und Korrosion vernichten bekanntlich jedes Jahr etwa 4,5% des Bruttosozialprodukts in Deutschland. Die Schäden lassen sich zum Beispiel mit Schutzschichten aus Hartchrom, Zink-Eisen, Zink-Nickel oder Chemisch-Nickel reduzieren.

Jeder dritte Aussteller der kommt aus dem Ausland

Abgestimmt auf den Substratwerkstoff entsteht somit ein Verbund, der den heutigen Produktanforderungen gerecht wird. Er kann jedoch auch aus sehr unterschiedlichen Bauteilwerkstoffen bestehen. Das will man am niederländischen Gemeinschaftsstand auf der Interpart deutlich machen. Dort werden unter anderem Verbundteile aus Stahl und Keramik präsentiert. Weitere Länder-Gemeinschaftsstände stellen Frankreich, Italien und die Schweiz. Insgesamt kommt gut ein Drittel der Aussteller auf der Interpart aus dem Ausland.MM

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