Verbindungstechnik Klebstoffe für das Fügen von Leichtbau-Werkstoffen

Redakteur: Kirsten Nähle

Dow Automotive Systems verantwortet als Projektpartner im „Light-e-Body“-Vorhaben den Bereich der Klebstoffe für das Fügen verschiedenartiger Karosseriewerkstoffe. In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojekt sollen Karosseriekonzepte in Leichtbauweise für zukünftige Elektrofahrzeuge erarbeitet werden.

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Die Klebetechnologie im Bereich der E-Mobilität erfährt derzeit einen Bedeutungswandel. War sie anfangs besonders im Karosseriebereich als Sicherheitslösung im Einsatz – geklebte Karosseriestrukturen haben eine hohe Dauerhaltbarkeit und absorbieren Aufprallenergie besser – so findet sie heute vor allem durch das Fügen in der Leichtbautechnologie eine zusätzliche Rolle. Der Wandel ist auf den zunehmenden Einsatz unterschiedlicher Materialien zurückzuführen, die sich teilweise nicht mehr traditionell fügen lassen.

Klebetechnologie ermöglicht den notwendigen Materialmix

Die Klebetechnologie ermöglicht den für Leichtbaukonzepte notwendigen Materialmix und trägt so zu Reichweitenoptimierung und Einsparung von Batteriekosten bei. Produktseitig kommen für Leichtbauanwendungen Klebstoffe der Betamate- und Betaforce-Reihe zur Anwendung, die in unterschiedlichen Eigenschaftsprofilen zur Verfügung stehen. Das Portfolio soll dabei in Zukunft noch durch neue MMA-Klebstoffe für Composite-Anwendungen ergänzt werden.

Betamate-Klebstoffe sind Epoxidklebstoffe für Metallverklebungen mit besonderen Eigenschaften bezüglich der mechanischen Eigenschaften, der Korrosionsfestigkeit und einem positiven Kosten-Leistung-Verhältnis. Betaforce-Produkte sind Polyurethan (PU)-Klebstoffe, die sich aufgrund ihrer langen Offenzeit, schnellen Haftung und geringer Oberflächenvorbehandlung besonders für strukturelle Sandwichpanel-Anwendungen und Composite-Verklebungen eignen. MMA-Klebstoffe zeichnen sich durch geringe Oberflächenvorbehandlung und einem guten Verhältnis zwischen Offenzeit und Aushärtungsdauer aus.

Beitrag zu den übergeordneten Zielen des Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität

Light-e-Body ist ein Gemeinschaftsprojekt der Automobilhersteller Ford und Volkswagen, weiterer Industriepartner und Forschungsinstitute. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als Beitrag zu den übergeordneten Zielen des Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität gefördert.

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