Wittenstein Kleinservomotoren mit integrierter Spindel

Redakteur: Stefanie Michel

Für den Einsatz in hochdynamischen Positionierachsen von Maschinen und insbesondere für Montagesituationen mit geringem Bauraum hat Wittenstein Cyber Motor eine neue Baureihe von Kleinservomotoren mit integrierter Spindel auf den Markt gebracht. Die Besonderheit: Der Gewindetrieb ist vollständig in das Aktuatorgehäuse integriert

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Die Kleinservomotoren mit integrierter Spindel ergänzen das Portfolio rotativer Servomotoren und Servoaktuatoren der Produktfamilie Cyber Dynamic Line.
Die Kleinservomotoren mit integrierter Spindel ergänzen das Portfolio rotativer Servomotoren und Servoaktuatoren der Produktfamilie Cyber Dynamic Line.
(Bild: Wittenstein)

Die neue Baureihe von Kleinservomotoren, die Wittenstein Cyber Motor auf der SPS IPC Drives vorgestellt hat, eignen sich besonders für Montagesituationen mit geringem Bauraum, denn der Gewindetrieb ist vollständig in das Aktuatorgehäuse integriert. Damit bilden Servomotor, Spindeltrieb, Linearführung und Gebersystem eine geschlossene, hoch integrierte und einbaufertige Einheit.

Die aufgrund des lebensdauertauglichen Schmiersystems wartungsfreien Kleinservomotoren mit integrierter Spindel ergänzen das Portfolio rotativer Servomotoren und Servoaktuatoren der Produktfamilie Cyber Dynamic Line. Eingesetzt werden sie unter anderem zum Positionieren, Zustellen, Fügen, Biegen, Greifen oder Dosieren in der Umform- und der Handhabungstechnik, der Halbleiterindustrie, in Verpackungsmaschinen sowie der Montageautomation. In der Volledelstahlausführung mit Schutzart IP 65 eröffnen sich dem neuen, integrierten Linearaktuator auch in Anlagen der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie interessante Einsatzmöglichkeiten, beispielsweise in hochpräzisen Abfüllanlagen.

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Kleiner Servomotor mit hoher Leistungsdichte

Wie der Hersteller angibt, überzeugen die neuen Kleinservomotoren mit integrierter Spindel In der Anwendung zunächst durch ihre hohe Leistungsdichte und Dynamik. Jede der vier Baugrößen mit 17 mm, 22 mm, 32 mm oder 40 mm Außendurchmesser erreiche auf kleinstem Bauraum Spitzenwerte hinsichtlich Beschleunigung, Taktzahlen und Maschinendurchsatz. Möglich mache dies die kompakte Bauweise, durch die die Massenträgheit deutlich geringer ist als zum Beispiel bei Servomotoren mit angebauter Spindel.

Besonderer Wert wurde darüber hinaus auf ein industrietaugliches Design gelegt. Der komplette Antrieb ist in einem Edelstahlgehäuse in Schutzart IP54 untergebracht und kann in jeder beliebigen Einbaulage eingesetzt werden. Die Spindel selbst ist wartungsfrei und verdrehgesichert in einem geschlossenen Schubrohr ausgeführt. Der Spindeltrieb in Verbindung mit der verstärkten Lagerung ermöglicht die Kraftwirkung sowohl in Zug- als auch in Druckrichtung. Als Gebersystem ist für alle Baugrößen ein Singleturn-Absolutwertgeber mit einer Auflösung von 12 Bit verfügbar. Bei Baugröße 32 und 40 besteht auch die Option, auf die Funktionalitäten des derzeit kleinsten integrierten Multiturngebers auf dem Markt zurückzugreifen. Alle Baugrößen verfügen zudem über eine schleppkettentaugliche und EMV-sichere Einkabeltechnik. Dank dieser Eigenschaften eignen sich die Antriebe perfekt für den Einsatz im industriellen Umfeld, so der Hersteller.

Weitere Informationen zu den Linearakturatoren mit integrierter Spindel

Linearaktor ist energieeffizienter als Pneumatik

Im Gegensatz zu Pneumatikzylindern sollen die neuen Linearaktuatoren in jeder Anwendung präzise und flexibel regelbare Positioniervorgänge ohne Umrüstarbeiten an der Maschine ermöglichen. Sie eignen sich dadurch insbesondere für Anwendungen mit häufigen Formatwechseln. Die prinzipbedingt besser regelbare Servotechnik und die einfache Einbindung in die übergeordnete Steuerung ermöglichen reproduzierbare Prozesse, welche zudem sowohl weg- als auch kraftgesteuert dargestellt werden können. Darüber hinaus sind sie leckagesicher und bieten eine höhere Energieeffizienz im laufenden Betrieb – denn Druckluft ist nicht nur teuer in der Herstellung, sondern auch verlustbehaftet. Schließlich arbeitet Servotechnik nahezu wartungsfrei und geräuscharm – zwei weitere Vorteile gegenüber der Pneumatik.

Überzeugende Konnektivität im System

Laut Hersteller können die neuen Kleinservomotoren mit integrierter Spindel mit Simco-Drive-Servoreglern zu leistungsfähigen Kleinservoachsen konfiguriert werden. Hierbei entstehen Lösungen mit vielseitigen Optionen zur Anbindung: Die Integration in übergeordnete Steuerungen ist wahlweise per Canopen, Ethercat, Profinet RT/IRT oder Ethernet/IP möglich. Gleichzeitig vermeidet die Systemlösung aus einer Hand jede Form von Schnittstellenrisiken und erleichtere die Inbetriebnahme mithilfe des elektronischen Typenschildes.

Zu den weiteren Software-Features für eine sichere Inbetriebnahme gehört zum einen eine automatische Endlagenbegrenzung: Sie verhindert, dass die mechanischen Anschläge des Aktuators dynamisch angefahren werden können. Darüber hinaus ermöglicht ein elektronischer Homing-Modus die freie Festlegung und Referenzierung der 0-Position durch den Maschinenbediener.

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