Energieeffizienz Klima- und Lüftungstechnik kann zur Effizienzfalle werden

Redakteur: Stéphane Itasse

Fast die Hälfte der pro Tag verarbeiteten Leitungen in Klima- und Lüftungsanlagen entsprechen nicht den Anforderungen der DIN 24194. Das Fachergebnis der Berliner Energietage bestätigt die verborgenen Schwächen zahlreicher Klima- und Lüftungssysteme, wie die TSI GmbH mitteilt.

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Die Leckageverluste erzeugen bei steigenden Energiepreisen hohe Kosten für Gebäudebetreiber, heißt es weiter. Es bedürfe nicht in allen Fällen einer kompletten Erneuerung, um die Verluste zu verhindern.

Über- oder Unterdruck zeigt Leckagen in Lüftungskanälen auf

„Komplette Luftkanäle oder einzelne Abschnitte können gezielt unter Druck - Über- oder Unterdruck - gesetzt werden. Mit Handmessgeräten, ausgestattet mit einer Hitzdraht-Messsonde für Luftgeschwindigkeit, können Leckstellen leicht anhand der ausströmenden Luft gefunden werden“, sagt Hans-Jürgen Scholen, Techniker von TSI Airflow. Das Messtechnik-Unternehmen hat laut Mitteilung das mobile Messsystem Panda entwickelt. Für Klima- und Lüftungstechniker, Bauunternehmen wie auch im Facility Management ermögliche das Gerät Dichtheitsprüfungen der Leitungssysteme.

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Panda steht für „Positive and Negative Duct Accreditation“ und arbeite sowohl mit Über- als auch mit Unterdruck. Vor allem die Unterdruckprüfung sei für Hygienemessungen entscheidend, da der Eintrag von Stäuben oder sogar Keimen in die Lüftungskanäle möglich ist. Das TSI Airflow-System arbeite gemäß den gängigen Standards wie Eurovent 2/2, sowie EN 12237 und EN 1507.

Messsystem errechnet Leckverlust und Leckrate in Echtzeit

Neben dem regelbaren, transportablen Gebläse biete das Komplettpaket passende Multifunktionshandgeräte wie das TA465. In Echtzeit würden Werte wie der Leckverlust, die Leckrate sowie der statische Druck errechnet oder ermittelt. Schnell könne somit ermittelt werden, ob die Anforderungen einer Dichtigkeitsklasse für Leitungssysteme erfüllt sind.

Darüber hinaus kann mit Hilfe der handlichen Multifunktionsmessgeräte die aus- oder einströmende Luft an Leckstellen wie Verbindungsstücken aufgespürt werden, heißt es weiter. Zusätzlich biete sich die Möglichkeit, die Handmessgeräte auch ohne das Panda-System zu nutzen.

Die Messwerte seien umgebungsdruck- und temperaturkorrigiert, ein Datenspeicher sei ebenso selbstverständlich wie die Möglichkeit, die Messergebnisse an einen tragbaren Drucker auszugeben oder später mit einem Computer auszuwerten. „Das Erkennen von Lecks in Lüftungskanälen wird oft vernachlässigt. Neben dem hygienischen Problemen sollte vor allem die Energieeffizienz ein Grund sein, solche Systeme regelmäßig zu überprüfen“, meint Scholen. Mit dem Panda-System könnten Leckagen bereits vor der Bauabnahme und vor beendetem Innenausbau in Gebäuden bequem lokalisiert und geschlossen werden, um eine höchstmögliche Effizienz der Lüftungsanlagen zu gewährleisten.

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