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Rittal/IoT Interface Klimatisierungssysteme für Schaltschränke IoT-fähig machen

| Redakteur: Beate Christmann

Elektronik- und IT-Hersteller Rittal will seine Klimatisierungslösungen in Schaltschränken fit für Industrie 4.0 machen: Mit dem IoT Interface, einer Schnittstelle speziell für die Kühlgeräte und Chiller der Serie Blue e+ von Rittal, will es relevante Messdaten für übergeordnete Monitoring- oder Energiemanagement-Systeme oder Cloud-Anbindungen verfügbar machen.

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Kleine Schnittstelle mit großer Wirkung: Mit dem neuen IoT Interface will Rittal seine Klimatisierungslösungen für Schaltschränke IoT-fähig machen und eine effektive vorausschauende Instandhaltung ermöglichen.
Kleine Schnittstelle mit großer Wirkung: Mit dem neuen IoT Interface will Rittal seine Klimatisierungslösungen für Schaltschränke IoT-fähig machen und eine effektive vorausschauende Instandhaltung ermöglichen.
(Bild: Rittal)

Predictive Maintenance, also die vorausschauende Instandhaltung, beruht in Zeiten von Industrie 4.0 auf vernetzter Kommunikation und der effektiven Auswertung von Zustandsdaten. Dazu müssen Maschinen und Anlagen mit entsprechenden Kommunikationsmöglichkeiten ausgestattet sein, damit sie Messdaten übergeordneten Monitoring- oder Energiemanagement-Systemen oder Cloud-Anbindungen zur Verfügung stellen können.

Um auch seine Klimatisierungslösungen für Schaltschränke kommunikationsfähig zu machen, hat der Elektronik- und IT-Hersteller Rittal ein IoT Interface entwickelt, mit dem Kühlgeräte und Chiller der Serie Blue e+ von Rittal ausgerüstet werden können. Diese Schnittstelle wird entweder auf einer Hutschiene oder direkt am Kühlgerät oder Chiller befestigt. Laut Hersteller werden fast alle gängigen Kommunikationsprotokolle unterstützt, so zum Beispiel OPC-UA, Profinet, SNMP, Modbus und CAN Open.

Möglichkeiten der Datenerfassung haben sich weiterentwickelt

Beim Betrieb von modernen Klimatisierungslösungen in Schaltschränken fallen zahlreiche Informationen an. Konnten bislang praktisch nur Betriebsstunden und die aktuelle Temperatur im Inneren des Schaltschranks erfasst werden, liefern moderne Geräte eine Vielzahl an Messwerten und Informationen. Dazu zählen die Temperaturen innerhalb und außerhalb des Schaltschranks, Verdampfer- und Verflüssigertemperatur und gegebenenfalls die Messwerte zusätzlicher im Schaltschrank platzierter Sensoren. Statt eines einfachen Betriebsstundenzählers werden die Laufzeiten von Kompressor, Innen- und Außenlüfter jeweils getrennt erfasst. Dazu kommen Systemmeldungen, Daten zur Auslastung sowie die aktuelle Parametrierung.

Anbindung an Cloud-Systeme

Mit dem neuen IoT Interface können die Informationen aus den Geräten laut Rittal nicht nur an Monitoring- oder Energiemanagement-Systeme kommuniziert werden, sondern auch in cloudbasierten Systemen für umfangreiche Analysen verwendet werden. Eine Parametrierung beziehungsweise Konfiguration könne ebenfalls erfolgen.

Die Kommunikationsmöglichkeiten sollen es möglichen machen, die Klimatisierungslösungen in IoT-Applikationen einzubinden. Damit ist der Weg nach Vorstellung der Entwickler frei zu neuen Anwendungen und smarten Serviceleistungen: So ließen sich beispielsweise Wartung und Service optimieren und die Betriebskosten senken, ebenso ließe sich die Energieeffizienz erhöhen, was wiederum zu Kostensenkungen beitrage.

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