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Migatronic „Kollege Roboter“ macht Schweißproduktion flexibel

| Autor/ Redakteur: Birgit Böhm / M.A. Frauke Finus

Als kollaborativer Roboter oder kurz Cobot wird ein Industrieroboter bezeichnet, der mit Menschen gemeinsam arbeitet und im Produktionsprozess nicht durch Schutzeinrichtungen von diesen getrennt ist. Das geht auch beim Schweißen wie Migatronic zeigt.

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Schweißen von Behälter in Vorrichtungen bei L&S Technischer Handel mit dem Co-Welder zum MIG-Schweißen mit einem UR5-Roboterarm.
Schweißen von Behälter in Vorrichtungen bei L&S Technischer Handel mit dem Co-Welder zum MIG-Schweißen mit einem UR5-Roboterarm.
(Bild: Migatronic)

Heutzutage hält mit einem neuen Kollegen eine ganz neue Situation Einzug in die Schweißwerkstatt: Nämlich dann, wenn der neue Kollege ein Roboter ist. Die kleinen kooperativen Roboter (Cobots) sind dafür konzipiert, den Arbeitsplatz mit dem menschlichen Kollegen zu teilen und als sein „Hilfsarm“ zu fungieren. Co-Welder TM, die automatisierte Schweißlösung des dänischen Schweißmaschinenherstellers Migatronic bietet eine hohe Flexibilität am Schweißarbeitsplatz.

Verfügbar sind 18 verschiedene Co-Welder-Paketlösungen zum MIG-Schweißen beziehungsweise WIG-Schweißen mit Migatronic-Hochleistungs-Schweißgeräten und einem Roboterarm vom dänischen Roboterhersteller Universal Robots.

Zum MIG-Schweißen ist die Schweißmaschine Omega 300 oder die Hochleistungs-Schweißmaschine Sigma Select 400 A, luft- oder wassergekühlt, mit oder ohne Puls, erhältlich. Zum WIG-Schweißen ist eine Pi 350 A AC/DC, wassergekühlt mit oder ohne Kaltdrahtzuführung, erhältlich. Man hat für alle Schweißmaschinen die Wahl zwischen zwei Roboterarmen: einem UR5 mit einem Arbeitsradius von 850 mm und einem UR10 m mit einem Arbeitsradius von 1300 mm. Der erweiterte Aktionsradius des UR10 Roboterarms erlaubt es, auch größere Werkstücke zu schweißen. Alle Lösungen sind CE-zertifiziert und erfordern kein zusätzliches Sicherheits-Equipment. Durch den einfachen Aufbau lässt sich der Co-Welder mühelos in existierende Schweißproduktionen integrieren.

Für jedes Werkstück ein eigenes Programm hinterlegt

Die Flexibilität manifestiert sich im Wechseln innerhalb des Werkstück-Portfolios: Alle Werkstücke erhalten ihre eigenen hinterlegten Programme, zwischen denen beliebig oft hin- und hergewechselt werden kann. Verschiedenste Schweißaufgaben und Werkstücke in großen und kleinen Mengen lassen sich so mit dem Roboter bearbeiten.

Bei dem dänischen Zulieferbetrieb Svend Frederiksen Maskinfabrik stellt die Produktion von maßgeschneiderten Werkstücken in unterschiedlichen Chargengrößen einen hohen Anspruch an die Flexibilität der Mitarbeiter und des Schweißequipments. Deshalb hat das Unternehmen in eine Roboterlösung Co-Welder investiert.

„Unsere typischen Chargengrößen schwanken zwischen einer maßgeschneiderten Einheit bis hin zu 1000 Stück, was die Wichtigkeit agiler Produktionsabläufe unterstreicht. Wir sind sehr begeistert von der Flexibilität und Anwenderfreundlichkeit des Co-Welder. Er passt perfekt zu unserem Bedarf an automatisierten Lösungen für verschiedenste Produktionsmengen und –designs“, sagt Fleming Frederiksen, Geschäftsführer der Svend Frederiksen Maskinfabrik.

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