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Getriebe

Kompaktes Getriebe senkt Verbrauch um bis zu 40 %

| Redakteur: Stefanie Michel

Dana Rexroth Transmission Systems, ein 50/50-Joint-Venture der Dana Holding Corporation und der Bosch Rexroth AG, hat eine kompakte Variante eines Leistungsverzweigungsgetriebe für Forstmaschinen und Gabelstapler auf Basis des in Material Handling Anwendungen bewährten Designs präsentiert.

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Bewährte Serienkomponenten neu angeordnet: Das Getriebe HVT R2 Short Drop von Dana Rexroth baut 100 mm niedriger als die Standardausführung.
Bewährte Serienkomponenten neu angeordnet: Das Getriebe HVT R2 Short Drop von Dana Rexroth baut 100 mm niedriger als die Standardausführung.
(Bild: Dana Rexroth)

Die Vorteile hydromechanisch variabler Leistungsverzweigungsgetriebe (HVT) erschließt Dana Rexroth Transmission Systems mit einem geringeren Bauraum jetzt auch für Forstmaschinen und Gabelstapler. Das Unternehmen hat mit dem HVT R2 Short Drop eine besonders kompakte Bauform präsentiert. Sie basiert auf Serienkomponenten, die sich den Angaben zufolge bereits in anderen Fahrzeugen bewähren. Wie Dana mitteilt, senken die Leistungsverzweigungsgetriebe den Kraftstoffverbrauch und damit die Abgasemissionen von mobilen Arbeitsmaschinen um bis zu 40 % bei verbesserten Fahreigenschaften im gesamten Geschwindigkeitsspektrum.

Positive Eigenschaften von Mechanik und Hydrostatik kombiniert

Hydrostatisch-mechanische variable Leistungsverzweigungsgetriebe HVT kombinieren die positiven Eigenschaften eines mechanischen Antriebs mit denen des hydrostatischen Fahrantriebs. Ursprünglich für Radlader und ähnliche Fahrzeuge entwickelt, wollen zunehmend auch Hersteller von Forstmaschinen und Gabelstaplern diese Technik einsetzen, um den Kraftstoffverbrauch zu senken. Diese Anwendungen bieten aber nur wenig Bauraum für Getriebe. Dana Rexroth hat deshalb bei der neuen Variante HVT R2 Short Drop (SD) die Anordnung der validierten Komponenten angepasst und das Getriebegehäuse neu konstruiert. Damit erreicht die Ausführung eine um 100 mm niedrigere Bauhöhe als die Standardausführung. Ebenfalls neu ist die Variante HVT R2, Serie 20. Sie steigert die zulässige Dieselmotorleistung auf bis zu 235 kW.

Durch den verbesserten Wirkungsgrad des Antriebsstranges sinkt der Verbrauch der mit HVT ausgerüsteten Fahrzeuge um bis zu 40 % im Vergleich zu herkömmlichen Wandlergetrieben. Darum kommen HVT von Dana Rexroth auch beim Entwicklungsprogramm der Europäischen Union „Forwarder 2020“ zum Einsatz. Die dort entwickelte Forstmaschine setze neue Maßstäbe bei Umweltverträglichkeit, Performance, Effizienz und Produktivität.

Getriebe verbessert Wirkungsgrad und senkt Schall

Der weite Wandlungsbereich des Getriebes und das synchrone Schalten ermöglichen es, die Drehzahlen des Dieselmotors von der Fahrzeuggeschwindigkeit zu entkoppeln. Abhängig vom Fahrwiderstand und den anstehenden hydraulischen Leistungsanforderungen können Hersteller Dieselmotor und Getriebe auf den besten Betriebspunkt optimieren, so der Hersteller. Dies verbessere den Wirkungsgrad und senke die Schallemission. Das hydrostatische Bremsen verringere den Bremsenverschleiß und reduziere den Kraftstoffverbrauch weiter.

HVT verbessern laut Dana Rexroth die Fahreigenschaften über das gesamte Einsatzspektrum. Bei sehr geringen Fahrgeschwindigkeiten seien die damit ausgerüsteten Fahrzeuge einfach steuerbar und die Fahrer erreichten eine hohe Positioniergenauigkeit. Der rein hydrostatische erste Fahrbereich liefere den Vorteil des nahezu verschleißfreien, stetigen und sehr dynamischen Reversierens ohne notwendigen Schaltvorgang.

Bei höheren Fahrgeschwindigkeiten im zweiten und dritten Fahrbereich nutzt das Fahrzeug den hohen Wirkungsgrad der eingangsgekoppelten hydrostatisch-mechanischen Leistungsverzweigung. Die Fahrbereiche werden ohne Zugkraftunterbrechung durch einen synchronen Schaltvorgang der beteiligten Lamellenkupplungen gewechselt.

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