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Umweltschutz Kompetente Speditionsmitarbeiter schützen die Umwelt

Osnabrück (bm) – Die zweijährige Qualifizierungs- und Ausbildungsoffensive „Ökologik“ des Mannheimer Instituts für angewandte Verkehrs- und Tourismusforschung (IVT) soll den Umweltschutz in kleinen und mittleren Unternehmen des Güterkraftverkehrs nachhaltig sicherstellen.

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Der zweite Ausbildungsjahrgang von Speditionskaufleuten an der Berufsbildenden Schule am Pottgraben (BBS), Osnabrück, beschäftigt sich aus diesem Grund mit Unterrichtsthemen wie Ökocontrolling, Abfallmanagement und unweltfreundliche Transportalternativen.

Ausbildungsbetriebe können noch lernen

Die Schüler der BBS präsentierten Mitte Juli zum Jahrgangsabschluss eine Abfallfibel und das IVT eine Umweltmappe, in der Lehr- und Lernmaterialien zur nachhaltigen Sicherstellung des Umweltschutzes im Güterkraftverkehr dokumentiert sind. „Nun können die Ausbildungsbetriebe noch etwas von ihren jungen Mitarbeitern lernen: beispielsweise wie sich Logistikprozesse umweltschonender gestalten lassen“, erklärt Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die das gesamte IVT-Projekt mit 115 000 Euro förderte.

Viele Beteiligte engagierten sich

An „Ökologik“ beteiligten sich 15 Betriebe, Multiplikatoren und außer der BBS zwei weitere Berufsschulen in Köln und Mannheim. „In den drei Arbeitsgruppen Nord-, West- und Süddeutschland haben wir in regelmäßigen Workshops branchenspezifisches Umweltwissen vermittelt“, berichtet Jens-Jochen Roth, Leiter des IVT in Mannheim, „und haben insgesamt mehr als 500 Mitarbeiter, Auszubildende und Berufsschüler erreicht.“

2005 wurde die Ausbildungsoffensive als Dekade-Projekt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen ausgezeichnet. Außerdem wurde sie in diesem Jahr auf der „Woche der Umwelt“ beim Bundespräsidenten vorgestellt. Für die Zukunft wünscht sich Projektinitiator Roth, „dass die umweltschonenden Ausbildungsinhalte in den Unternehmen und Schulen Bestand haben werden und sowohl die Umweltmappe als auch die Abfallfibel branchenweit in die Ausbildungsbetriebe Einzug halten. Das wäre für die Logistikbranche ein wichtiger Schritt“, so Roth.

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