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Saalfelder Werkzeugmaschinen

Komplettbearbeitung durch standardisierte Automationszellen

27.03.2008 | Redakteur: Claudia Otto

Die standardisierten Automationszellen für die Werkstückhand-habung können den Bearbeitungszentren der Baureihe MFZ von Samag vorgeschaltet werden.Bild: Samag
Die standardisierten Automationszellen für die Werkstückhand-habung können den Bearbeitungszentren der Baureihe MFZ von Samag vorgeschaltet werden.Bild: Samag

Die Samag Group bietet im Geschäftsbereich Machine Tools die Möglichkeit, den mehrspindligen horizontalen Bearbeitungszentren der Baureihe MFZ eine standardisierte Handhabungszelle vorzuschalten. Entwickelt und angepasst wurden diese von der Bartsch GmbH, einem Unternehmen für Sondermaschinenbau und Robotik. An der Handhabungsstation übernimmt ein Roboter die Be- und Entladung der Maschine.

Als Teilespeicher können Rollenwagen oder Werkstücktrays vorgesehen werden. Die Automationszellen sind als standardisierte Module angelegt, die an die Anforderungen der Anwendung angepasst werden. Die genaue Voreinstellung der Maschinenmaße und die Bewegungsparameter des Roboters, zugeschnitten auf das einzelne Werkstück, gehören laut Samag zum Lieferumfang der Werkzeugmaschine. Mit den Bestückungsrobotern ist die Handhabung selbst schwerer Gussteile möglich.

Der Roboter erledigt die monotone Arbeit des Be- und Entladens zuverlässig und fehlerfrei; seine Abläufe können hauptzeitparallel angelegt werden. Die Konstruktion der Zelle erlaubt jederzeit das manuelle Eingreifen und die Bedienung. In Verbindung mit moderner Messtechnik kann die Automationszelle auch dazu verwendet werden, Parameter online zu korrigieren und dadurch Verschleiß an den Werkzeugen zu kompensieren. Wie alle Standardisierungsmaßnahmen bietet die Vorschaltung der Roboterzellen vor die Bearbeitungszentren Vorteile bei Konstruktion und Installation.

Der Installationsaufwand wird minimiert, weil die softwareseitige Programmierung der Schnittstelle und die Parametrierung des Roboters bereits bei Bartsch erfolgt sind. Samag übernimmt dann die werkstückseitige Programmierung. Die elektrische Inbetriebnahme der Anlage wird vereinfacht, wovon der Kunde dank kurzer Lieferzeiten profitiert, heißt es. Das Konzept ist herstellerunabhängig für die gängigen Industrieroboter anwendbar.

Die Zellen als Ergänzung des Angebots von Samag treffen nach Angaben des Unternehmens mehrere Trends. Zum einen wünschen sich Anwender zunehmend eine möglichst komplette Turnkey-Lösung, bei der die Abstimmung der einzelnen Arbeitsschritte direkt dem Maschinenhersteller übertragen wird. Nicht allein aus Komfortgründen, sondern wegen der Zeitersparnis werden Komplettbearbeitungen wichtiger. Zum anderen stellen automatische Handhabungsprozesse zusammen mit einer hohen Flexibilität der Bearbeitungszentren den größten Faktor zur Stückkostenreduzierung dar. Das günstige Preis-Leistungs-Verhältnis ergibt sich den Angaben zufolge aus dem hohen Durchsatz, den die MFZ-Maschinen durch kurze Rüst- und Bearbeitungszeiten erreichen.

Saalfelder Werkzeugmaschinen GmbH auf der Metav 2008: Halle 16, Stand C 13

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